Wie passend: Pünktlich zur Automesse kletterten in Detroit kräftig die Spritpreise. Kostete die Gallone Benzin im vergangenen Jahr noch unter 2 Dollar, sind es momentan 2,73 Dollar im Schnitt.
Das ist weit entfernt von den Horrorpreisen des Sommers 2008, doch die Lust der Amerikaner am Spritsparen wächst - mal wieder. Und noch nie war das Angebot an sparsamen Autos auf der Messe so groß wie in diesem Jahr.
Vier statt acht Zylinder lautet die Devise und MPG ist das Zauberwort: Wie viele Meilen pro Gallone schafft ein neues Auto? Auch Hybride, deren Verkaufserfolg in den USA bekanntlich fast parallel zur Entwicklung der Spritpreise steigt oder fällt, haben gute Zeiten vor sich. Ein Indiz dafür ist die hohe Nachfrage nach dem neuen Prius und dem Ford Fusion Hybrid.
Aufmerksamkeit für einen Kompakten Bei VW macht in einigen Wochen der Touareg den reichlich späten Hybrid-Anfang. Was danach kommt, deutet die Studie New Compact Coupé an, der Messestar der Wolfsburger auf der Detroit Motor Show.
Ein 1,4 Liter großer und 150 PS starker Benzinmotor mit Turboaufladung und ein 20 Kilowatt starker Elektromotor teilen sich im neuen VW die Antriebsarbeit. Der Motor sitzt zwischen Benzinaggregat und Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Eine Lithium-Ionen-Batterie im Heck des Wagens liefert die Energie für die E-Maschine.
Das Hybrid-Coupé kann kurze Strecken auch rein elektrisch fahren. Der TSI-Motor wird dann über eine Trennkupplung abgekoppelt, um Schleppmomentverluste zu vermeiden. Beim Bremsen arbeitet der Elektromotor als Generator und gewinnt Energie zurück. Laut VW erzielt die Hybrid-Studie einen Durchschnittsverbrauch von 4,2 Litern pro 100 Kilometer und beschleunigt in 8,6 Sekunden von 0 auf Tempo 100.
Bei der Optik orientiert sich die Studie ganz am aktuellen VW-Design mit einem Hauch Scirocco in der Front - extrabreite Scheinwerfer, verbunden durch ein schwarzes Kühlerelement. Die Coupé-Silhouette zeigt deutliche Anleihen am Audi A5. Der 4,54 Meter lange Wagen rollt auf 19-Zoll-Rädern. Die Abrisskante an der Kofferraumklappe reduziert Luftverwirbelungen und damit den Spritverbrauch.
Die Studie soll den Amerikanern auch Lust auf den neuen Jetta machen, der im Sommer erscheint und vor allem den Platzhirschen Toyota Corolla und Honda Civic das Wasser abgraben möchte. Noch ist das Wunschdenken, denn bei amerikanischen Kompaktautos (Sub Compacts) kann der Jetta nicht so recht Fuß fassen. In Kalifornien etwa, dem wichtigsten US-Automarkt, lag er im Jahr 2009 bei den Verkaufszahlen deutlich hinter dem Honda Civic sowie den Toyota-Modellen Corolla, Matrix und Prius.
Quelle: ftd.de
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