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11.03.2010

Trend: Porsche 918 Spyder - der Öko-Überporsche

Porsche 918 Spyder
Zoom Porsche 918 Spyder
© pressinform
Die Stuttgarter bauen endlich wieder Supersportwagen - vorerst aber nur als Studie. Der neue Spyder soll sich für Nordschleife wie Stadtverkehr eignen, was sich auch im Adrenalinspiegel des Fahrers und der Farbe der Bordinstrumente widerspiegelt.

Nach dem Carrera GT war erst mal Schluss. Den 612 PS starken Überporsche ereilte das gleiche Schicksal wie den Mercedes SLR - beide werden nicht mehr produziert. Doch während Mercedes mit dem Flügeltürer SLS einen legitimen Nachfolger mit echten Sportwagenambitionen folgen ließ, gab es in Zuffenhausen erst einmal lange nichts.

Doch auf dem Genfer Salon steht nun neben dem neuen Cayenne und dem 911 GT3 R Hybrid ein weiteres kraftstrotzendes Elektrospielzeug: der Porsche 918 Spyder. Ein offener Straßenrenner, mit dem sich Porsche - auch - als Marke mit ökologischem Bewusstsein präsentieren will.

Denn das elegante Aussehen als Mix aus Carrera GT und einem knackigen Boxster ist nur das eine: Unter dem knapp sitzenden Blechkleid in CFK-Bauweise gibt es nicht nur Motorleistung ohne Grenzen, sondern auch einen hoch effizienten Hybridantrieb.

Verbrauchsziel: drei Liter auf 100 Kilometer

Porsche 918 Spyder
Zoom Porsche 918 Spyder
© pressinform

Dass der Renner vorzügliche Fahrleistungen bietet und mehr als 320 Stundenkilometer Spitze laufen soll, mag angesichts von Design und Abstammung nicht weiter überraschen. Tatsächlich wurde das 3,4 Liter große V8-Triebwerk des ausgelaufenen Rennwagens RS Spyder überarbeitet und leistet vor der Hinterachse liegend nun mehr als 500 PS.

Der Verbrenner bekommt tatkräftige Unterstützung. Zwei Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse leisten weitere 160 KW/218 PS. Das soll je nach Betriebsart nicht nur einen Minimalverbrauch von drei Litern auf 100 Kilometern garantieren, sondern auf der Nordschleife des Nürburgrings auch für Rundenzeiten von weniger als siebeneinhalb Minuten.

Als Kraftübertragung dient ein Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen, über das zudem die Elektropower an die Hinterachse übertragen wird. Der vordere Elektroantrieb steuert die Räder über eine feste Übersetzung an. Ein Lithium-Ionen-Akku hinter den beiden Schalensitzen speichert die elektrische Energie. Die nötige Zusatzkraft holt sich der knapp 1,5 Tonnen schwere 918 Spyder an der Elektro-Steckdose und durch ein regeneratives Bremssystem.

Bestzeiten fahren oder per Ökomobil durch die Innenstadt rollen - der Plug-in-Hybrid des 918ers soll beides möglich machen. Über einen Knopf am Sportlenkrad lassen sich vier Betriebsmodi ansteuern. Im Elektromodus ist der offene Zweisitzer rein elektrisch unterwegs und kann so nahezu geräuschlos bis zu 25 Kilometer zurücklegen. Im Hybridmodus nutzt der Spyder je nach Fahrweise Elektro- und Verbrennungsmotoren, um einen möglichst günstigen Verbrauch zu realisieren. Im Fahrprogramm "Sport Hybrid" geht es dynamischer zu.

Tradition trifft Touchpad

Zwar arbeiten die beiden Elektrotriebwerke und der V8 auch dann Hand in Hand - jedoch mit einem klaren Schwerpunkt auf entsprechend sportlichen Fahrleistungen. Der Vortrieb des Allradlers erfolgt durch ein aktives Hinterachsdifferenzial heckbetont. Im Rennmodus kann - ähnlich wie beim Kers-System - je nach Landungszustand eine Boostfunktion gezündet werden.

Die einzelnen Betriebsmodi werden über das Lenkrad gesteuert. Ansonsten treffen im Cockpit Tradition und Moderne aufeinander. Auf der einen Seite sieht der Fahrer bekannte Runduhren für Drehzahl, Tempo und Energiemanagement. Auf der anderen Seite könnte die Mittelkonsole mit ihrer berührungsempfindlichen Oberfläche auch aus einem Science-Fiction-Film stammen. Je nach Betriebsart färben sich die Instrumente von grün bis dunkelrot und passen sich so dem Adrenalinspiegel des Piloten an.

Quelle: ftd.de
© 2010 pressinform

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