Auto Auf ein Neues: Das steckt im Smart Fortwo

Da steht er also, der neue Smart – und das gleich im Doppelpack. Das Daimler-Duo Fortwo und Forfour soll endlich die Kleinwagenwelt auf den Kopf stellen. Kommt jetzt wirklich der Durchbruch?

Die dritte Smart-Generation muss es endlich richten. Nachdem die ersten beiden Modellfamilien die Bilanzen des Mutter-Konzerns Daimler mehr belastet denn aufpoliert haben, heißt es für die Schwaben nun: Aller guten Dinge sind drei – auf ein Neues. Der neue Smart, überhaupt nur durch die Zusammenarbeit mit Renault möglich geworden, soll es endlich richten.

Die Welt der Kleinwagen hat der Smart Fortwo bereits bei seiner Geburt Ende der 90er Jahre neu definiert. Für Daimler-Chef Dieter Zetsche ist er ein wenig wie der Igel im Märchen: „Klein, unterschätzt, aber trotzdem als erster da, wenn es um die Megatrends der urbanen Mobilität geht“, lobte er den Smart bei der üppigen Präsentation am Mittwoch im Berliner Tempodrom. „Er ist eine radikale und revolutonäre Idee.“

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„Wir glauben an den Smart Spirit“, schwört Zetsche denn auf den Kleinen ein. Aber nun soll er auch Geld verdienen und damit die Daimler’schen Wunden lindern, die der Smart im Laufe der Jahrzehnte geschlagen hat. Daher wird der Smart III kein Einzeltäter bleiben. Neben dem 2,69 Meter langen Zweisitzer Fortwo aus dem Stammwerk in Hambach kommt zeitgleich der Smart Forfour, der sich eine technische Plattform mit dem neuen Renault Twingo teilt und auch in dessen Werk in Novo Mesto vom Band läuft. Und: Der Smart ist nicht nur aufs Verkaufen angelegt. Nicht minder hoch schätzt Zetsche die Bedeutung des Smart für das Carsharing ein: „Wir erwarten in dem Bereich ein Wachstum von 38%.“

Design: erwachsener, aber auch verwechselbarer

Preislich wird es für den Fortwo wie beim Vorgänger bei knapp 11.000 Euro losgehen, der Forfour ist gerade einmal 600 Euro teurer. Beide feiern nach der Weltpremiere in Berlin und dem Messeauftritt in Paris ihre Markteinführungen im November. Lange hat Daimler nach einem Kooperationspartner gesucht und ist erst kurz vor Torschluss bei Renault-Nissan fündig geworden. Eine bittere Pille, die den Schwaben vier Jahre lang so manches Mal Bauchschmerzen bereitete. Das Design der neuen Smart ist deutlich erwachsener als bei den Vorgängern – aber auch verwechselbarer. Immerhin: Selbstbewusstes Gesicht, markante Seitenansicht und cooles Heck. Insbesondere der Breitenzuwachs um rund zehn Zentimeter macht sich beim Fortwo angenehm bemerkbar. Die Spur wuchs um fast 20 Zentimeter. „Wir wollten seine Einzigartigkeit bewahren,“ sagt Annette Winkler, „ihn aber auch besser auf die Stadt ausrichten.“

Und vor allem: „Noch mehr Farbe in die Stadt bringen.“ Im Innern geht es denn auch nach wie vor kunterbunt zur Sache – jedoch wertiger als bisher. Zudem lässt es sich deutlich bequemer sitzen. Neu sind die drei Ausstattungsvarianten Passion, Prime und Proxy. „Mit einer Länge von knapp 3,50 Metern ist der Forfour kürzer als ein Fiat 500“, sagt Smart-Chefin Annette Winkler.


Bildergalerie Smart Fortwo:


Das smarte Doppelpack wird von einem Dreizylinder im Heck mit knapp 900 Kubikzentimetern Hubraum angetrieben. „Zunächst wird es zwei Leistungsstufen mit 52 kW/71 PS und 66 kW/90 PS geben“, sagt Entwicklungsleiter Markus Riedel. Die kleinere Variante soll dabei 4,2 Liter Super verbrauchen. Für ein Auto dieser Liga alles andere als ein grandioser Wert. Wegen der geringen Ertragschancen bleibt ein Dieselmotor diesmal im Regal. Zudem gibt es ein Einstiegsmodell mit dünnen 44 kW/60 PS. Die für später geplante Brabus-Version lässt den Dreizylinder mit über 110 PS wuseln.

Vorbei ist es mit den Schütteleien beim Schalten, die die Fahrer des ersten Smart bis zur Genickstarre nervte und auch bei Generation zwei noch für Ärger sorgten. „Es wird den Smart mit einer 5-Gang-Handschaltung und einem Doppelkupplungsgetriebe geben“, erklärt Riedel. Die sechsstufige- Doppelkupplungsvariante trägt den Namen Twinamic.

Die Triebwerke knattern wie gehabt im Heck und die Tridion-Sicherheitszelle bleibt trotz der französisch-deutschen Kooperation ebenfalls erhalten. Spektakulär: die 6,95 Meter Wendekreis des Fortwo. Der Viertürer kurvt mit 8,65 Meter ebenfalls fast auf der Stelle.

Das Kofferraumvolumen liegt im Fortwo bei 260/350 Litern, bislang mussten 220 bis 340 Liter reichen. Im Forfour sind es 185/975 Liter. Als Sonderausstattung sind im Viertürer Wendekissen für die Rücksitze verfügbar. Mit einem Handgriff lassen sich die hinteren Sitze umdrehen und dabei absenken. So entsteht im Innenraum eine um zwölf Zentimeter größere Ladehöhe, die sich dank der im Winkel von fast 90 Grad öffnenden Fondtüren einfach nutzen lässt. Ebenfalls neu: die umfangreiche Sicherheitsausstattung mit Assistenten für Seitenwind, Spurhalten und Abstand sowie zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten.

 
 

Hinweis: Dem Redaktionsbüro press-inform werden Autos häufig kostenfrei vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

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