Auto Das steckt im neuen VW Polo

Aktualisierter Klassiker: der neue VW Polo.

Aktualisierter Klassiker: der neue VW Polo.© press-inform

Der Polo gehört zu den tragenden Säulen der Marke Volkswagen. Neben kleineren optischen Retuschen gibt es im aktuellen Modell einiges an neuer Technik.

Das große Stichwort beim neuen Polo heißt Konnektivität: Sobald der Fahrer sein Smartphone per USB-Kabel am Auto anschließt, erscheint die Oberfläche des Handys auf dem Infotainment-Display. Und das funktioniert: Egal ob iPhone oder Android-Handy, die Apps erscheinen zuverlässig auf dem Bildschirm.

Allerdings kommt nicht jedes Programm zu jeder Zeit auf das 12,7-Zentimeter-Display, das jetzt mit einer Auflösung von 800 mal 420 Pixel die Grafiken deutlich schärfer anzeigt als bisher. Die Sicherheit des Autos und des Fahrers haben Vorrang. Das Posten bei Facebook, das Surfen im Internet oder auch das Abspielen von Youtube Videos klappt nur bei stehendem Auto.

Anzeige

Das Infotainment-System ist abgeschirmt von der elementaren Fahrzeugelektronik des Polo, Viren sollen damit keine Chance haben. Außerdem sollen nur zertifizierte Programme, also Apps die Volkswagen freigegeben hat, funktionieren. Die ersten Anwendungen gibt es bereits: unter anderem ein Internet-Radio oder auch einen Spritspar-Trainer. Die Bedienung des Touchscreen geht reibungslos über die Bühne – im wahrsten Sinne des Wortes. Da die Elektronik erkennt, wenn sich ein Finger nähert, reduziert sich das Herumtatschen auf dem Bildschirm.

Golf-Technik für den Polo
Auch die neue Spracheingabe haut hin. Eine Festplatte gibt nicht, denn die Navigationskarten liegen auf SD-Speicherkarten. Noch ist es nicht möglich, einen Polo per Fernwartung auf den neuesten Stand zu bringen. „Wir arbeiten dran“, sagt Henry Schindel. Schließlich reden wir immer noch über einen Kleinwagen. Der hat aber so viel neue Technik intus, dass aus der Plattform PQ25 die PQ26 geworden ist.

Der Innenraum des neuen Polo.

Der Innenraum des neuen Polo.© press-inform

Einiges, was bislang Golf-Fahrern vorbehalten war, hat Volkswagen in den Polo gepackt: LED-Licht ist nun erstmals für 950 Euro optional ab dem dritten Quartal dieses Jahres erhältlich, genauso wie ein adaptiver Tempomat inklusive Front-Assist und der City Notbremse. Beide Systeme unterstützen den Fahrer im Falle einer drohenden Kollision. Jetzt verzögert der Polo sogar automatisch, wenn der Lenker des Fahrzeugs nicht reagiert.

Die optischen Retuschen halten sich in Grenzen: Größere Lufteinlässe in der Frontschürze, eine Chromzierleiste vorne und neue Heckleuchten hinten sind ein paar der Details. Der Polo hat eine neue elektromechanische Servolenkung. Wer sich das Sport-Select-Fahrwerk für 380 Euro installieren lässt, flitzt 1,5 Zentimeter tiefer über den Asphalt und kann die Dämpfer bei Bedarf straffer einstellen.

Alle Motoren im Polo schaffen die Euro-6-Norm und verbrauchen bis zu 21 Prozent weniger Kraftstoff als die Vorgänger. Dass umweltbewusstes Fahren nicht automatisch Spaßverzicht bedeutet, zeigt der 1,2 Liter große TSI. Das 90-PS-Triebwerk stammt aus der EA-211-Benziner-Familie und schiebt den Polo in 10,8 Sekunden von null auf 100 km/h. Die Spitzengeschwindigkeit beträgt immerhin 184 km/h. Vor allem die Elastizität beeindruckt. Überholvorgänge gehen ziemlich entspannt über die Bühne. Den Verbrauch geben die Wolfsburger mit 4,7 l/100 km an, bei ersten Testfahrten waren 6,1 l/100 km.

Los geht’s bei 12.450 Euro

Im Innenraum gibt es nur wenig zu bemängeln. Die Verarbeitung ist solide. Die VW-Ingenieure haben auch auf Kleinigkeiten geachtet. So befindet sich das Modul in dem die SD-Karten und das CD-Laufwerk untergebracht in einer eigenen Box im Handschuhfach. Das minimiert dem Staubbefall.

Aber selbst beim Polo ist nicht alles Gold was glänzt: Die Sitzposition ist recht hoch, im Fond haben Erwachsene kaum Platz und auch der Kofferraum ist mit einem Fassungsvermögen von 280 bis 952 Litern nicht gerade groß. Zum Vergleich: in einen Renault Clio bekommt man 300 bis 1.146 Liter. Die Fünfgangschaltung ist zwar präzise, könnte aber auch eine sechste Fahrstufe vertragen. Immerhin funktioniert das Start-Stopp-System einwandfrei. Da sind die 775 Euro Aufpreis für das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe gut angelegtes Geld. Dass die Verstellung der Außenspiegel um 90 Grad im Uhrzeigersinn gedreht wurde, macht die Sache auch nicht einfacher. Beim Preis blieb alles beim Alten: Der Basis-Polo kostet 12.450 Euro hat ESP und die Multikollisionsbremse an Bord, aber keine Klimaanlage. Die gibt es erst bei der Comfortline-Variante ab 14.150 Euro.

Hinweis: Dem Redaktionsbüro press-inform werden Autos häufig kostenfrei vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.