Regionalklassen Kfz 2017 In welchen Regionen die Autoversicherung teurer werden könnte

In machen Regionen krachte es in diesem Jahr häufiger als in anderen. Deshalb ändern sich auch 2017 wieder die Regionalklassen für die Kfz-Versicherung.

In machen Regionen krachte es in diesem Jahr häufiger als in anderen. Deshalb ändern sich auch 2017 wieder die Regionalklassen für die Kfz-Versicherung.© dpa

In vielen Regionen wird es für Autofahrer bald teurer, denn 2017 gelten neue Regionalklassen für die Kfz-Versicherung. In welchen Städten und Kreisen Sie bald draufzahlen könnten.

Viele Autofahrer profitieren in der Kfz-Versicherung von niedrigen Einstufungen in den Regionalklassen der Versicherer. Je besser die Schadenbilanz einer Region oder Stadt, desto besser ist die Einstufung in der Regionalklasse und desto günstiger wirkt es sich auf den Versicherungsbeitrag aus. Zum 1. Januar 2017 werden viele Städte und Regionen aber wieder neu eingestuft.

Besonders günstige Einstufungen wird es 2017 laut der neuen Regionalstatistik des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für Fahrzeugeigentümer in den Bundesländern Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern geben.

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Wo sich die Regionalklassen in der Haftpflichtversicherung ändern

In den Großstädten und in Teilen Bayerns sind die Klassen aufgrund der dortigen höheren Schadenbilanz dagegen oft weitaus schlechter als im Norden und Osten. Gleich um zwei Regionalstufen höher bei der Haftpflicht geht es für Autofahrer in den Kreisen Cloppenburg und Wolfsburg in Niedersachsen, Gütersloh in Ostwestfalen sowie in den Städten Ansbach und Bamberg in Bayern. Um zwei Stufen niedriger dagegen sind nun unter anderem Hildburghausen und die Stadt Weimar in Thüringen gelistet.

Wie in den Vorjahren ist Schwerin die Landeshauptstadt Deutschlands mit der niedrigsten Regionalklasse (Haftpflichtklasse 1). Erfurt (3), Kiel (5) und Bremen (5) folgen dahinter. Hannover (Haftpflichtklasse 8) und Düsseldorf (11) kommen eine Stufe höher. Am schlechtesten schneiden Großstädte wie Hamburg, Berlin und München (je 12) ab.

Neue Regionalklassen für die Voll- und Teilkaskoversicherung

Insgesamt darf sich rund jeder Sechste freuen: Nach GDV-Angaben werden von den insgesamt 39,6 Millionen Kfz-Haftpflichtversicherten rund 16 Prozent (6,3 Millionen) bei den Regionalklassen herabgestuft, so dass sie von günstigeren Tarifen profitieren. Rund 12 Prozent (4,8 Millionen) müssen dagegen wohl tiefer in die Tasche greifen. Für fast drei Viertel der Autofahrer (fast 72 Prozent) ändert sich laut GDV bei den Einstufungen nichts. Die Statistik ist nach GDV-Angaben zwar für die Versicherungsunternehmen unverbindlich. Dennoch bildet sie einen Anhaltspunkt für die Berechnung neuer Tarife. Für die bestehenden Verträge bedeutet das Veränderungen meist zum 1. Januar 2017.

Neue Regionalklassen gelten im Jahr 2017 auch für die Voll- und Teilkaskoversicherung. Von den insgesamt 33 Millionen Versicherten werden knapp 2 Millionen in niedrigere Klassen kommen, 2,4 Millionen in höhere. Der Kreis Wesermarsch (Niedersachsen) weist wie im Vorjahr bei der Vollkasko die beste Schadenbilanz auf, der Bezirk Bamberg in Bayern bei der Teilkaskoversicherung. Unverändert das Schlusslicht bei beiden Versicherungen ist der bayrische Landkreis Ostallgäu.

Wie die Regionalklassen berechnet werden

Die Kfz-Regionalklassen 2017 basieren auf den Schadenbilanzen aus insgesamt 415 Kfz-Zulassungsbezirken. Dabei ist nicht entscheidend, wo ein Unfall passiert oder ein anderer Schaden entstanden ist, sondern die Grundlage ist der Wohnsitz des Fahrzeughalters. Die dabei erfassten Schäden bilden die Grundlage für einen Indexwert – bei der Haftpflicht gibt es 12, bei der Vollkasko 9 und bei der Teilkasko 16 verschiedene Klassen. Und die Regionalstatistik zeigt: In den Großstädten und in Teilen Bayerns sind die Klasseneinstufungen aufgrund der dortigen höheren Schadenbilanz oft weitaus schlechter.

 

Ob sich in Ihrer Region etwas ändert, können Sie auf dieser Übersichtsseite des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) nachschauen. Der GDV bietet außerdem eine Deutschlandkarte, in der sie die neuen Regionalklassen mit wenigen Klicks herausfinden können.

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