Auto Neue Typklassen: Was sich bei Ihrem Auto ändert

Zu welcher Typklasse gehört Ihr Auto? Ab 2015 gelten neue Regel.

Zu welcher Typklasse gehört Ihr Auto? Ab 2015 gelten neue Regel.© contrastwerkstatt - Fotolia.com

Für viele Autofahrer ändert sich bald die Höhe der Autoversicherung. Denn bei zahlreichen Fahrzeugen gelten im kommenden Jahr andere Typklassen. impulse.de zeigt, wie Sie überprüfen können, ob Sie sich auf neue Versicherungsbeiträge einstellen müssen.

Im kommenden Jahr müssen sich viele Autofahrer in Deutschland auf neue Versicherungsbeiträge einstellen. In der Kfz-Haftpflichtversicherung wird nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ein Viertel der in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge in eine neue Typklasse eingestuft. Die Typklasse ist ein wichtiges Kriterium bei der Berechnung des Beitragssatzes. Für die Beitragshöhe spielen aber noch weitere Punkte eine Rolle, zum Beispiel, wie lange der Versicherte unfallfrei gefahren ist und in welcher Region er wohnt.

Für knapp 14 Prozent der Fahrzeuge verschlechtert sich bei der Haftpflichtversicherung laut GDV die Typklasse, das heißt, sie werden hochgestuft. Halter eines hochgestuften Wagens müssen deshalb mitunter mit einem höheren Beitrag rechnen. Für rund 12 Prozent verbessert sich 2015 die Klasse. Je niedriger das Fahrzeug eingestuft ist, desto günstiger wirkt sich dies laut GDV auf den Versicherungsbeitrag aus.

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Was sich bei der Kasko-Versicherung ändert

Bei der Kasko-Versicherung ändert sich ebenfalls einiges. In der Vollkaskoversicherung rutschen laut GDV knapp 36 Prozent der Autofahrer in eine niedrigere Klasse. Lediglich rund 10 Prozent werden in eine höhere Typklasse eingestuft. Für die restlichen 54 Prozent der angemeldeten Fahrzeuge ändert sich nichts. Ähnlich sieht es bei der Teilkaskoversicherung aus.

Die neue Typklassen-Einstufung Ihres Autos können Sie hier abrufen. Um die Ergebisse für das kommende Jahr zu erhalten, müssen Sie im Menü „Aktuelles Jahr (erstmals veröffentlicht am 1.9.2014)“ auswählen.

Die Typklassen spiegeln die Schaden- und Unfallbilanzen jedes in Deutschland zugelassenen Automodells wider. Zur Berechnung der Typklassen werden die Fahrzeugschäden und die dadurch verursachten Reparaturkosten der letzten drei Jahre betrachtet. Wurden mit einem Fahrzeugtyp vergleichsweise weniger Schäden gegenüber den Vorjahren gemeldet und beglichen, wird das Modell in eine niedrigere Typklasse eingestuft – und umgekehrt.

 
Neben den Typklassen haben auch die sogenannten Regionalklassen Einfluss auf die Beitragshöhe. Dort bleibt in der Kfz-Haftpflichtversicherung für fast 74 Prozent der Autofahrer im kommenden Jahr alles beim Alten. Besonders niedrig werden laut GDV weiterhin Autofahrer in Brandenburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern eingeordnet. Hohe Regionalklassen in der Haftpflichtversicherung gelten vor allem in Großstädten sowie in Teilen Bayerns.

In den Kaskoversicherungen profitieren rund 13 Prozent der Autofahrer von niedrigeren Einstufungen, für etwa 12 Prozent ergeben sich höhere Regionalklassen. Zum Teil deutlich hochgestuft wurde zum Beispiel die Region Tübingen. Grund dafür sind dem Verband zufolge die vielen Sturm- und Hagelschäden in der Gegend im vergangenen Jahr.

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