Auto Skoda Octavia Combi RS TDI im Praxistest: Dieser Kombi sorgt für Fahrspaß

Der Skoda Octavia Combi RS TDI zeigt, dass er mit der teuren Konkurrenz mithalten kann.

Der Skoda Octavia Combi RS TDI zeigt, dass er mit der teuren Konkurrenz mithalten kann.© press-inform

Fahrspaß, großer Alltagsnutzen und ein niedriger Spritverbrauch: Der Skoda Octavia Combi RS TDI verspricht seinen Kunden eine fast unmögliche Symbiose – zum bezahlbaren Preis. Doch bestätigt sich das auch im Praxis-Test?

Der E-Klasse-Fahrer traut seinen Augen nicht. Immer wieder sieht man seinen Kopf nach rechts nicken, weil er in den Rückspiegel blickt. Was sich da im verkehrskonformen Abstand nicht abschütteln lässt, passt so gar nicht in das Weltbild eines Sterne-Piloten: Der Skoda Octavia Combi RS TDI zeigt, dass er auch auf der Landstraße im Konzert der Großen mitspielen kann.

Zumindest was Geschwindigkeit und Agilität angeht, muss sich der geräumiger Kombi nicht verstecken. Kein Wunder, bei 184 PS und einem maximalen Drehmoment von 380 Newtonmetern mutiert der tschechische Familienlastesel zu einem Spaßmacher.

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Die Kraftquelle des Kombis stammt aus dem kleineren VW Golf GTD. Mit seinem zwei Liter großen Commonrail-Diesel mit 135 kW / 184 PS kommt man mit bis zu 230 km/h schnell genug voran. Dass der Sprint auf 100 km/h in 8,1 Sekunden erledigt ist, ist schmückendes Beiwerk. Der Octavia RS ist ein familientaugliches Reisevehikel mit einem guten Schuss Extra-Kraft. Dieses Konzept zeigt sich auch bei der Progressivlenkung, die mehr leichtgängig als sportlich ist. Daher rührt auch der Mangel an Rückmeldung, wenn es schnell um Kurven geht. Trotzdem ist der gut motorisierte Kombi allemal agil genug unterwegs. Nur wenn es mit brachialer Gewalt um enge Ecken geht, macht sich eine spürbare Untersteuer-Neigung bemerkbar.

Üppiger Verbrauch

Mit einem Durchschnittsverbrauch von 7,4 Litern pro 100 Kilometer übertrifft der Skoda die Werksangabe um 2,8 Liter. Die Optik zeigt, dass die RS-Variante etwas mehr zu bieten hat. Dunkel hinterlegte Bi-Xenon Scheinwerfer, Kühlergrill mit markigem RS-Logo und ein Dachspoiler sind die optischen Insignien des Diesel-Topmodells. Unter dem Strich alles andere als aufdringlich, aber alles allemal genug optische Präsenz, die so manchen Kleinwagen verschreckt auf die Seite springen lässt, wenn man sich auf der Autobahn von hinten nähert.

Der Radstand von 2,68 Metern gibt den Octavia Combi bei hohen Geschwindigkeiten die nötige Grundruhe ins Fahrzeug. Allerdings sind variable Dämpfer nicht zu haben, so dass das Stahl-Fahrwerk bisweilen bei schlechten Straßen hölzern abfedert.

Jede Menge VW-Technik im Innenraum

Im Innenraum findet sich nicht nur der Skoda-Kenner schnell zurecht. VW-Technik, wohin das Auge blickt. Das Sportlenkrad liegt aufgrund des dicken Kranzes gut in der Hand. Genauso wie der Gangknüppel der präzisen Sechsgang-Schaltung. Bei der Material-Anmutung haben die Tschechen deutlich aufgeholt. Das macht sich beim täglichen Gebrauch positiv bemerkbar. Vorbei sind die Zeiten, in denen man in eine grauschwarze Plastikhöhle eintauchte. Klavierlack, unterschäumte Flächen gefallen auch nach über einer Woche noch. Allerdings dominiert im Innenraum die Farbe schwarz und im unteren Bereich des Cockpits ist noch Hartplastik zu finden.

Im Innenraum dominiert die Farbe schwarz.

Im Innenraum dominiert die Farbe schwarz.© press-inform

Bei aller Dynamik bleibt der Tschechen-Sportler doch seinen praktikablen Wurzen treu. Das zeigt sich beim großen Laderraum von maximal 1.740 Litern. Selbst wer zu viert oder fünft unterwegs ist, kann noch einen Laderaum von 610 Liter nutzen – einfach zu beladen über die niedrige Ladekante und die elektrische Heckklappe sollte man sich sowieso gönnen.

Zuletzt spielt der schnellste aller Selbstzünder-Octavia-Combis noch den Preis-Trumpf: Für 30.750 Euro bekommt man ein umfangreich ausgestattetes Familienmobil mit Sechsgang-Handschaltung. Vieles von dem, was dem Autofahrer das Leben versüßt, ist schon an Bord: Xenonscheinwerfer, Alufelgen. Klimaautomatik, Regensensor und Tempomat.

Hinweis: Dem Redaktionsbüro press-inform werden Autos häufig kostenfrei vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

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