Diverses Benzin statt Bares

Naturalien anstelle von Geld – klingt nicht gerade nach einem Entlohnungsmodell des 21. Jahrhunderts. Doch den archaischen Tausch von Arbeit gegen Ware gibt es noch. Und: Unternehmer sparen mit den sogenannten Sachzuwendungen Sozialabgaben.

Allerdings gelten dabei sehr enge Grenzen. Ware im Wert von 44 Euro im Monat kann pro Mitarbeiter ausgegeben werden, ohne dass für den Gegenwert Lohnsteuer und Beiträge zur Arbeitslosen-, Renten- und Krankenversicherung fällig würden. Die Mitarbeiter freut’s, und auch die Firma kann so bis zu 188 Euro pro Mitarbeiter im Jahr sparen.

„Das Modell birgt jedoch zahlreiche Fallstricke“, warnt Rolf Leuner, Partner der Wirtschaftskanzlei Rödl & Partner. Besonders bei der Ausgabe von Tankgutscheinen, der wohl beliebtesten Spielart des Naturallohns, machen Firmen immer wieder Fehler. So ist auf den Gutscheinen oft nicht vermerkt, ob Diesel oder Benzin zu tanken ist und in welcher Menge. Oder aber der Höchstbetrag ist in Euro als Tanklimit angegeben.

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„In beiden Fällen würde das Finanzamt den Gutschein wie Barlohn werten“, sagt Rödl-Mann Leuner. Lohnnebenkosten und Steuer würden dann doch fällig. Deshalb gilt: Kraftstoffart und Menge sind auf dem Gutschein exakt zu vermerken. Außerdem muss die Tankstelle die Spritausgabe direkt mit der Firma abrechnen.

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