Diverses Die Besser-Wisser

Wissen ist ein wichtiger Produktionsfaktor: kostengünstig und äußerst effizient. Wie gehen die Besten damit um? impulse stellt die Wissensmanager des Jahres 2006 vor.

Rekordverdächtig: Jürgen Dawo hat den Umsatz um 75 Prozent gesteigert – innerhalb eines Jahres. Andreas Kaiser und Dietmar Albrecht haben die Einarbeitungszeit neuer Führungskräfte um ein Drittel verringert und ihrer Firma damit Millionen eingespart. In beiden Fällen triumphiert das gleiche Erfolgsinstrument: virtuoses Wissensmanagement.

Jürgen Dawo führt gemeinsam mit seiner Frau Gabriele das Town & Country-Franchise-System, Andreas Kaiser und Dietmar Albrecht haben bei der Volkswagen Coaching GmbH die „Wissensstafette“ entwickelt, ein Verfahren, das dem Wolfsburger ­Autokonzern die Kenntnisse ausscheidender Führungskräfte erhält. Für ihren eindrucksvollen Erfolg erhalten die vier jetzt gemeinsam den Titel „Wissensmanager des Jahres 2006“ – Town & Country in der Kategorie bis 250 Beschäftigte, Volkswagen Coaching in der Kategorie über 250 Beschäftigte.

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Damit zeichnen die Commerzbank AG und impulse als Veranstalter des Wettbewerbs – Schirmherr ist Bundeswirtschaftsminister Michael Glos – zum vierten Mal herausragende Konzepte für Wissensmanagement aus. Commerzbank-Vorstand Martin Blessing: „Unsere Preisträger haben es eindrucksvoll geschafft, das Wissen in ihrem Unternehmen sinnvoll zu vernetzen und so den lang­fristigen Erfolg zu sichern.“

Die Konzepte der Titelkandidaten müssen vor allem drei Ansprüchen genügen: Sie sind durchgängig im ganzen Unternehmen präsent, sie sind innovativ und sie lassen sich leicht auf andere Firmen übertragen.

Die Übertragbarkeit ist bei Town & Country, der Nummer zwei im deutschen Markt für Einfamilienhäuser, offensichtlich. Bei dem Franchise-Unternehmen im thüringischen Behringen ging es darum, einen intensiven Wissensaustausch zwischen der Franchise-Zentrale und den 250 Franchise-Partnern zu organisieren. Das Ehepaar Dawo setzte auf fünf Module, die allesamt „das Wissens­niveau des Gesamtunternehmens erhöhten“, wie Professor Klaus North, Vorsitzender der Wettbewerbs-Jury, hervorhebt. Die Initiative startete 2004, schon 2005 stieg der Umsatz kometenartig um 75 Prozent auf 309 Millionen Euro – die Hälfte des Anstiegs führt Jürgen Dawo auf das neue Wissensmanagement zurück.

Marktgerechte Hausplanungen und innovative Dienstleistungen rund ums Haus sind entscheidend für den Erfolg. Hier haben die Dawos einen direkten Informationsfluss von ihren Partnern vor Ort hin zur Zentrale eingerichtet. Wenn diese in den Verkaufsgesprächen den Eindruck gewinnen, im umfangreichen Angebot – Kunden können unter 40 Haustypen wählen – fehle noch eine Variante, geben sie diese Information an die Franchise-Zentrale. So können Kundenwünsche unmittelbar in neuen Häusern und Dienstleistungen berücksichtigt werden. Auch die regelmäßigen Treffen der Partner auf regionaler Ebene bieten eine Anlaufstelle, um die Zentrale über Bedürfnisse ihrer Franchise-Nehmer an der Verkaufsfront zu informieren.

 

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