Diverses Die neuen Bilanzregeln

Internationale Standards betreffen auch den Mittelstand. Was auf Firmen zukommt, warum sie bereits umrüsten, wie sie profitieren.

Während man die Vor- und Nachteile von internationalen Bilanzstandards noch in Seminaren diskutiert, hat Peter Bettermann (Foto) längst gehandelt. Ende Mai präsentiert der Sprecher der Unternehmensleitung für die Freudenberg-Gruppe bereits zum dritten Mal einen Jahresabschluss nach IAS/IFRS. Das Kürzel steht für „International Accounting Standards“ sowie „International Financial Reporting Standards“.

Gesetzlich verpflichtet ist der mittelständische Zulieferer für die Automobil- und Investitionsgüterindustrie dazu nicht. Es ist vielmehr gute Tradition im Hause, sich frühzeitig an neue Spielregeln anzupassen. Deshalb hat sich Freudenberg als eines der ersten Familienunternehmen in Deutschland ein externes Rating besorgt. Und Buchführung und Bilanz auf den Weltstandard IAS/IFRS umgestellt. Bettermann: „Das hebt unser Standing bei Kunden, Lieferanten und Banken weltweit.“

Anzeige

Ein Paradebeispiel dafür, wie sich der Mittelstand auf die Internationalisierung der Geschäfte und Usancen einrichtet. „Der Trend ist nicht mehr aufzuhalten“, konstatiert Uwe Fiedler von der Stuttgarter Filiale der französischen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Mazars. Nach IAS/IFRS arbeiten Firmen jeder Größe und Branche jetzt bereits in 92 Ländern.

Den vollständigen Artikel können Sie in der impulse-Ausgabe 06/2005, Seite 84, nachlesen.
Neugierig geworden, aber noch kein Heft-Abonnent? Dann Geschenk auswählen und online abonnieren

1 Kommentar
  • Wendolin 10. Januar 2016 19:36

    Was nützen Internationale Bilanzregeln, wenn die Finanzbranche in
    speziellen Fällen diese nicht einhalten braucht. Besonders interessant
    ist hier die Übertragung von Aktiva und Passiva bei Neugründung einer
    Tochterfirma. Die Verbraucher von Finanzprodukten könnten hier der
    Meinung sein, dass eine Übertragung der Werte Spiegelgleich erfolgen
    müsste? Weit gefehlt. Das Niederwertprinzip von Aktiva kommt erst zu
    Tage, wenn die Aktiva übertragen wird. Hier könnte im Extrem die Aktiva,
    die zum Niederwert bilanziert wurde mit 50 % Abschreibung übertragen
    werden. Für Anteilseigner von Aktiengesellschaften könnte dies im Extrem
    bedeuten, dass die Vorstände Firmen dauerhaft ausschlachten, ohne dass
    die Judikative eingreifen kann. Im weitesten Sinne können durch diese
    Machenschaften -also Werteverschleierung- Kursstürze eingeleitet werden.
    Die Worte Anlegerschutz, Insidervergehen nützen wenig, wenn die nötigen
    Gesetze fehlen. Auch der bürgerliche Bilanzbetrug kann nur bedingt
    strafrechtlich verfolgt werden. IFRS sollte mehr eine Beruhigung für Anleger
    sein.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.