Diverses Ein MBA für den Mittelstand

Ab April dieses Jahres können Führungskräfte aus mittelständischen Unternehmen einen speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Master of Business Administration an der Fachhochschule des Mittelstands in Bielefeld erwerben.

Die Bandbreite ist groß: Sei es ein Deutsch-Chinesischer Master of Business Administration (MBA) oder einer im Hospital Management – unter den weltweit rund 5.000 angebotenen Kursen findet wohl fast jeder das passende Programm. Neu hinzu kommt ab April der erste akkreditierte MBA für den Mittelstand. Anbieter ist die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) in Bielefeld.

Um sich von unseriösen Angeboten abzugrenzen, hat die FHM schon jetzt diesen MBA-Studiengang von der Foundation for International Business Administration Accreditation (FIBAA) in Bonn begutachten und akkreditieren lassen. Der Vorteil für die Absolventen: Der Titel ist damit weltweit anerkannt und es besteht die so genannte staatliche Titelführungsgenehmigung.

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„Bisherige MBA-Angebote richteten sich in erster Linie an Großunternehmen, Banken oder Unternehmensberatungen. Speziell auf den Mittelstand ausgerichtete Programme gab es bislang nicht. Die FHM will mit dem neuen Programm MBA-Know-how auch für mittelständische Unternehmen verfügbar machen“, erläutert Studienleiter Norbert Schepanski den Ansatz des Mittelstands-MBA. Schwerpunkte des Studiums sind „Management in mittelständischen Unternehmen“ sowie „Unternehmensführung in der digitalen Wirtschaft“. Daneben sollen Kolloquien mit Referenten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Verwaltung für einen Blick über den akademischen Tellerrand sorgen.

Eine weitere Besonderheit des Bielefelder MBA-Programms ist die zeitliche Einteilung. Um den Bedürfnissen der mittelständischen Unternehmen entgegen zu kommen, finden die 26 Unterrichtsmodule über zwei Jahre verteilt an zwei bis sechs Tagen pro Monat statt, und dies 14-tägig von Donnerstag bis Samstag. „Insgesamt kommt auf unsere Studenten ein Zeitaufwand von 80 bis 120 Tagen zu – inklusive Masterarbeit und Prüfungen“, schätzt Norbert Schepanski. Wichtig ist ihm die Größe der Gruppen. „Um ein qualitativ hochwertiges Studium und eine gute Betreuung zu gewährleisten, haben wir die Gruppengröße auf 25 begrenzt.“

Dass für ein solches Angebot Bedarf besteht, zeigt laut Schepanski das große Feedback auf den neu geschaffenen Mittelstands-MBA. „Wir sind erst in diesem Monat mit dem Programm an die Öffentlichkeit getreten und haben bereits über 80 Anfragen.“ Und das trotz des stolzen Preises von 16.000 Euro je Teilnehmer zuzüglich Gebühren für Bewerbung, Auslandsexkursion und Masterarbeit.

Weitere Informationen erhalten Interessenten bei Dr. Norbert Schepanski, Institut für den Mittelstand in Lippe (IML), Fachhochschule des Mittelstands (FHM), Tel: (0 52 31) 98 23 23. Eine Kurzfassung des Prüfungsbericht der FIBAA mit einer Stärken/Schwächenanalyse des MBA-Programms kann bei der FIBAA als PDF-Datei heruntergeladen werden.

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