Diverses Megatrend Bionik

Einen der dicksten Aufträge in der 30-jährigen Firmengeschichte verdankt die Siteco Beleuchtungstechnik GmbH der Natur: Knapp 2000 Filialen hat die Supermarktkette Aldi-Süd unlängst auf einen Schlag mit Deckenleuchten aus dem bayerischen Traunreut ausgestattet. Das Besondere an dem Produkt: "Die Aluminiumreflektoren sind mit einer sechseckigen Struktur wie bei einer Bienenwabe versehen", erläutert Joachim Leibig, Mitglied der Siteco-Geschäftsführung und Leiter der Entwicklungsabteilung. Das macht die Leuchten leicht, kompakt, blendfrei und spart 40 Prozent Material ein. Über eine Million Stück hat Siteco von diesen Lampen bereits verkauft. Leibig: "Ein Top-Seller."

Bionik heißt die Wissenschaft,
mit der Unternehmen aller Branchen
jetzt kostengünstig an neue Produkte
kommen. Hinter dem Kunstwort aus
Biologie und Technik verbirgt sich die
Idee, die Natur als Ingenieurbüro zu
nutzen: Forscher und Entwickler beobachten,
wie Pflanzen oder Tiere
Probleme bewältigen, und übertragen
diese Konstruktionen und Arbeitsweisen
auf ihre Geräte, Maschinen
oder Fahrzeuge. „So kommen Firmen
an völlig überraschende Lösungen“,
weiß Diplomingenieur Leibig aus eigener
Erfahrung.

„Vom Nutzen der Bionik kann sich jetzt jeder Firmenchef persönlich überzeugen“, empfiehlt Sepp D. Heckmann, Vorstandsvorsitzender
der Deutschen Messe AG, „denn das
Thema ist eines der Highlights auf
unserer diesjährigen Hannover Messe.“

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Vom 11. bis 15. April 2005 präsentieren
auf der Leitmesse „Research
& Technology“ (Halle 2) mehr als 20
Forschungsinstitute und Unternehmen
gemeinsam ihre innovativen Entwicklungen. Heckmann: „Für die Umsetzung der Technologien in erfolgreiche Produkte suchen sie auf der Messe den Kontakt zu engagierten
Unternehmen.“

Viele Firmen profitieren bereits von Ideen aus der Natur. Die Apotheken Marketing Vertriebs GmbH etwa bietet eine Sonnencreme mit Quallenschutz an: Beim Kontakt mit Nesselgiften schützt eine von israelischen Forschern an Clownfischen entdeckte
Substanz vor schmerzhaften Hautreaktionen.

Einen Sportreifen, der sich beim Bremsen breiter macht und so mehr Gummi auf den Asphalt bringt, hat Continental mehr als 30 Millionen Mal verkauft . Der Reifenproduzent
hat sich bei der Entwicklung an der Katzenpfote orientiert.

Fassadenfarbe, mit der Wände trocken und sauber bleiben, ist das Erfolgsprodukt der Sto AG in Stühlingen. Der Anstrich (Markenname
Lotusan) erzeugt auf der Oberfläche
eine spezielle Mikrostruktur, an der
Regenwasser alle Schmutzpartikel
einfach wegschwemmt. Diese Technik
haben die Baden-Württemberger
vom Lotusblatt übernommen.

Den vollständigen Artikel und Tipps, wo Firmen Spezialisten finden, können Sie in der impulse-Ausgabe 04/2005, Seite 46, nachlesen.

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