Diverses Mut zur Muße

Mut zur Muße

Mut zur Muße

Viele Chefs halten sich gerne für unentbehrlich - auch in der Urlaubszeit. Während ihre Mitarbeiter die Ferien genießen, ackern sie am Schreibtisch.

Ausnahmesituationen, in denen der Betrieb rund um die Uhr Priorität hat, gibt es zweifellos. Nur dürfen diese nicht zum Dauerzustand werden. Denn fehlt eine dauerhafte Erholung, sinkt die Leistungs- und die Regenerationsfähigkeit des Unternehmers. Und das schadet letztendlich dem Betrieb. Mit diesen Tipps schaffen es auch vielbeschäftigte Chefs in den Urlaub.

Der richtige Zeitpunkt

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Ein Urlaub muss nicht unbedingt wochenlang dauern. Eine kurze Auszeit tut es auch. Allerdings sollten Chefs solche Kurz-Freizeiten konsequent planen und nutzen. Vermeiden Sie deshalb halbherzige Absichtserklärungen und Arbeitsurlaube. Lieber an einem verlängerten Wochenende in einem kleinen Hotel die Seele baumeln lassen, als drei Wochen im Ferienhaus an der See Arbeitsschichten an Telefon und Fax zu schieben.

Suchen Sie sich passende Gelegenheiten, an denen Sie Ihre Firma für ein paar Tage alleine lassen können. Dafür eignen sich vor allem die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr, um Ostern und Pfingsten herum oder an Brückentagen zwischen Feiertagen. Da merken Ihre Kunden wahrscheinlich nicht mal, dass sie nicht da sind.

Längere Urlaube müssen nicht unbedingt zur Hauptreisezeit im Sommer sein. Die Arbeitsbelastung von Selbständigen unterliegt in jedem Geschäftsjahr saisonalen Schwankungen. Wenn Sie Ihre Unterlagen der vergangenen Jahre durchforsten, finden Sie heraus, in welchen Wochen mit den wenigsten Anfragen und Aufträgen zu rechnen ist.

Betriebsferien

Wer mehrere Angestellte hat, kann den Betrieb auch komplett schließen und den Betriebsurlaub für sein Marketing nutzen:

  • Benachrichtigen Sie Ihre Kunden vier Wochen vor Beginn des Urlaubs per Post, Fax, E-Mail oder Telefon von Ihrer geplanten zeitweiligen Betriebsschließung. Damit schaffen Sie einen Kontakt und bei guten Geschäftsbeziehungen vielleicht sogar einen kurzfristigen Anlass, anstehende Aufträge zu erteilen.
  • Informieren Sie wichtige Kunden zwei Tage vor Urlaubsantritt noch einmal und teilen Sie ihnen eine Kontaktmöglichkeit für Notfälle mit. Das kann eine speziell eingerichtete Mobilfunknummer oder eine VIP-Mail-Adresse sein.
  • Machen Sie auch aus Ihrer Rückkehr eine Marketingaktion. Verbinden Sie die Nachricht über Ihre Wiedererreichbarkeit mit einem speziellen Dienstleistungs- oder Produkt-Angebot.

Mut zur Muße

Haben Sie sich entschieden, für einige Tage oder sogar Wochen auszuspannen, ziehen Sie Ihren Urlaub auch konsequent durch. Mit diesen Tipps kann es klappen:

  • Termine verschieben:
  • Verreisen Sie offiziell einen Tag früher. Ansonsten stapelt sich auf Ihrem Schreibtisch noch jede Menge Arbeit, die auf die Schnelle noch erledigt werden soll. Genauso machen Sie es bei Ihrer Rückkehr. Sagen Sie allen Personen, mit denen Sie nicht direkt zusammen arbeiten, dass sie zwei Tage später zurückkommen, als dies tatsächlich der Fall ist. Sonst ertrinken Sie an Ihrem ersten Arbeitstag wieder in Arbeit.
  • Arbeit liegen lassen:
  • Lassen Sie alle Akten und Dokumente im Büro. Ebenfalls bleibt alles, was Sie an Ihre Arbeit erinnert, zu Hause. Packen Sie auch keine Fachbücher ein. Lesen Sie im Urlaub keine Wirtschaftsmagazine.
  • Handy vergessen:
  • „Vergessen“ Sie Ihr Handy im Büro. Schalten Sie es im Urlaub ab und lassen Sie alle Anrufe auf die Mailbox laufen. Dann entscheiden Sie, ob und wann Sie zurückrufen.
  • Gelassen sein:
  • Lassen Sie im Urlaub alle fünfe gerade sein, auch wenn Sie das im Büro nie durchgehen lassen würden. Lassen Sie sich einfach treiben. Der Leistungsgedanken zählt im Urlaub nicht.
  • Rückkehr organisieren:
  • Schärfen Sie ihrer Sekretärin ein, dass nach Ihrem Urlaub nur so viele Akten oder Vorgänge auf dem Schreibtisch liegen dürfen, wie sie Urlaubstage hatten.

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