Diverses Welche Versicherung braucht Ihr Auto wirklich?

Welche Versicherungen Ihr Auto wirklich braucht, was die Vollkasko von der Teilkasko unterscheidet und für wen Schutzbriefe sinnvoll sind.

Der Autokauf ist ein Entscheidungsmarathon. Sind die Würfel endlich gefallen, steht allerdings noch eine mindestens ebenso komplizierte Frage an: Wie versichert ein Fahrer sein Auto am besten? Auf dem Markt gibt es unzählige Policen rund ums Auto, zum Beispiel Kfz-Haftpflichtversicherungen, Kaskopolicen, Insassenunfallversicherungen, Schutzbriefe und Verkehrsrechtsschutzpolicen. Was braucht ein Autofahrer wirklich und wie findet er das richtige Angebot?

Kfz-Haftpflichtversicherung

Eine Auto-Haftpflicht braucht jeder. Sie ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Versicherung springt ein, wenn ein Autofahrer einen Unfall verursacht hat und dem Unfallopfer dann Schadenersatz leisten muss. Die Police gilt für Personen- ebenso wie für Sach- und Vermögensschäden. Für Schäden am eigenen Fahrzeug kommt sie nicht auf.

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Kaskoversicherung

Eine Kaskoversicherung kommt für Schäden am eigenen Auto auf. Der Abschluss des Vertrags ist freiwillig. Bei Neuwagen empfiehlt sich eine Vollkaskoversicherung. Diese greift bei Diebstahl, Brand, Elementar-, Wild, Glas-, Unfall- und Vandalismusschäden. Nach etwa drei Jahren ist es sinnvoll zu prüfen, ob eine Teilkaskoversicherung ausreicht. Unfall- und Vandalismusschäden sind dann nicht mehr gedeckt. Hat ein Auto erst acht Jahre und mehr auf dem Buckel, lohnt sich auch diese Police in der Regel nicht mehr.

Insassenunfallversicherung

Die Police leistet, wenn bei einem Autounfall ein Mitfahrer stirbt oder invalide wird. Insassenunfallversicherugen gelten im Allgemeinen als überflüssig, da Tod oder Invalidität von Personen ein typischer Fall der Kfz-Haftpflichtversicherung ist. Das Risiko ist also bereits abgedeckt.

Sinnvoll kann eine solche Versicherung aber in Ländern sein, in denen die Mindestdeckungssummen deutlich unter den in Deutschland gültigen liegen. Dann kann es nämlich passieren, dass die Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallgegners für die verletzten Personen im eigenen Wagen nicht ausreicht.

Schutzbriefe

Auch hierbei handelt es sich um ein Versicherungsprodukt. Der Anbieter verpflichtet sich zum Beispiel bei einem Unfall, ein Auto abzuschleppen. Je nach Umfang der Police gibt es auch persönliche Assistance-Leistungen. Wer beispielsweise in den Urlaub fährt und ein wichtiges Medikament vergessen hat, kann es sich von der Assistance-Gesellschaft zuschicken lassen.

Die Schutzbriefe gibt es als Solo- und Kombipolicen. Erstere sind eigenständige Verträge, Kombipolicen hingegen verkaufen die Gesellschaften zusammen mit ihren regulären Autoversicherungen. Die Zusatzverträge sind häufig deutlich preiswerter und können von der Service-Qualität in der Regel mithalten. Sie werden von Verbraucherschützern gern empfohlen.

Ob ein Schutzbrief tatsächlich nötig ist, hängt vom Sicherheitsbedürfnis des Einzelnen ab. Auch ohne Schutzbrief ist der ADAC zum Beispiel verpflichtet, einen Autofahrer mit einem Unfall auf der Autobahn abzuschleppen. Für diesen Fall ist ein Schutzbrief also nicht nötig. Im Ausland jedoch, vor allem wenn ein Reisender die Sprache nicht beherrscht, können die Schutzbriefleistungen sehr angenehm sein.

Verkehrsrechtsschutz

Diese Versicherung übernimmt Anwalts- und Gerichtskosten bei Streitigkeiten rund ums Auto. Der Schutz erstreckt sich zum Beispiel auf die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen oder bei Straf- und Bußgeldverfahren. Den Modellbedingungen zufolge ist der Kunde in seinem eigenen Auto oder als Fahrer von geliehenen Autos versichert.

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