Finanzen + Vorsorge Altersvorsorge für Unternehmer: Was bringen Immobilienfonds?

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Offene Immobilienfonds sind in Deutschland ein beliebtes Anlageinstrument

Offene Immobilienfonds sind in Deutschland ein beliebtes Anlageinstrument© Stephanie Wunderlich

Mit offenen Immobilienfonds können Unternehmer Geld verdienen, ohne selbst Gebäude zu besitzen. Doch diese beliebte Form der Kapitalanlage geriet zuletzt in die Schlagzeilen. Ein Überblick über die Vor- und Nachteile.

DIE IDEE

Mit Immobilien Geld verdienen ohne selbst welche zu besitzen? Das geht besonders leicht über offene Immobilienfonds. Diese in Deutschland besonders beliebte Form der Kapitalanlage war zwar zuletzt in Verruf gekommen, da gleich mehrere Fonds in Geldnöte geraten waren. Allerdings hat der deutsche Gesetzgeber inzwischen reagiert und die Rückgabe von Anteilen an offenen Immobi­lienfonds erschwert. Das sollte die Probleme lösen.

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Denn grundsätzlich bleibt die Anlage­idee attraktiv: Jeder kann in einen großen Topf einzahlen, sein Geld fließt in ganz unterschiedliche Immobilien, in der Regel Großinvestitionen wie Bürotürme, Hotels oder Einkaufszentren. Manche Fonds erlauben einen Einstieg schon mit Beiträgen ab 50 Euro, vor allem der Anlageraum Europa gilt derzeit als aussichtsreich. Immobilien-Aktienfonds legen das Geld etwas anders an: Hier fließt das Geld nicht direkt in Häuser, sondern in Unternehmen der Immobilienwirtschaft. Das ist deutlich riskanter, eröffnet aber auch zusätzliche Renditechancen.

DIE VOR- UND NACHTEILE

Die Kapitalanlage über Fonds ist vor allem eines: flexibel. Denn anders als die direkte Immobilieninvestition lassen sich Fondsanteile leicht wieder verkaufen, wenn man das Geld anderweitig braucht oder sich der Fonds nicht gut entwickelt. Die Verkaufsrechte bei offenen Immobilienfonds wurden zwar eingeschränkt, sodass Anteile mindestens zwei Jahre gehalten werden müssen und zudem eine einjährige Kündigungsfrist gilt. Die Regeln gelten jedoch nur für Fonds aus Deutschland. Wer flexibler bleiben will, kann zum Beispiel zu österreichischen Fonds greifen. Immobilien-Aktienfonds lassen sich sogar weiterhin täglich an- und verkaufen.

DIE ALTERNATIVEN

Ein ganz neuer Anlagemarkt für Immobilieninvestoren ist mit sogenannten Mittelstandsanleihen entstanden, die in den vergangenen anderthalb Jahren einen kleinen Boom erlebt haben. Hierüber leihen sich mittelständische Immobilienentwickler von Privatanlegern Geld für neue Bauvorhaben. Dafür bekommen die Anleihegläubiger regelmäßig Zinsen, nach einigen Jahren gibt es das Geld zurück. Die Papiere sind oft besonders abgesichert: Käufer müssen sich nicht allein darauf verlassen, dass das Unternehmen die Anleihe aus eigener Ertragskraft zurückzahlen kann. Zusätzlich dienen Supermärkte oder Shopping-Center als Sicherheiten, sodass selbst im Pleitefall genug Substanz da sein sollte, um das Geld zurückzuzahlen. Riskant bleiben die Anleihen zwar immer noch. Wagemutige werden dafür aber mit hohen Zinsen von teilweise fast neun Prozent im Jahr belohnt.

 

 
Der Beitrag ist Teil der großen impulse Altersvorsorge-Serie:

TEIL I: Vorsorgestrategien: Für Gründer / Für Durchstarter / Für Arrivierte
TEIL II: Vermögensaufbau mit Wertpapieren
TEIL III: Vermögensaufbau mit Immobilien: Das Eigenheim / Die Betriebsimmobilie / Der Immobilienfonds

 

 

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