Finanzen + Vorsorge Altersvorsorge mit Immobilien: Auf was Unternehmer achten sollten

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Das Eigenheim gilt vielen als sichere Wertanlage

Das Eigenheim gilt vielen als sichere Wertanlage© Stephanie Wunderlich

Vorsorgen fürs Alter: Viele Unternehmer bauen auf Steine für den Ruhestand. Doch nicht alle Immobilieninvestments sind geeignet für den Vermögensaufbau. Ein Überblick über die wichtigsten Punkte, die zu beachten sind.

Als der Immobilienentwickler Hahn aus Bergisch Gladbach vor eineinhalb Jahren 20 Millionen Euro bei Anleihe-Investoren an der Börse einsammeln wollte, dauerte es keine Woche, bis die Orderbücher wieder geschlossen werden konnten. Zahllose Anleger interessierten sich für das mittelständische Unternehmen, das sich auf den Bau von Supermärkten spezialisiert hat. Zur Belohnung gab es einen jährlichen Zins-Coupon von 6,25 Prozent. Inzwischen können sich die Investoren nicht nur über die hohe Ausschüttung freuen, sondern auch noch über den deutlich gestiegenen Kurs des Wertpapiers.

Seitdem ist ein halbes Dutzend weiterer Immobilienunternehmen dem Pionier gefolgt und hat ähnliche Mittelstandsanleihen begeben. Der Erfolg dieser Aktionen zeigt wie viel Bewegung gerade in dem Markt ist, der traditionell zum Vermögensaufbau genutzt wird. „Gerade für Unternehmer gehören Immobilien zu den Klassikern der Kapitalanlage“, sagt Vermögensverwalterin Claudia Rankers, die viele Mittelständler in Geldfragen berät.

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Das hat mehrere Gründe: Erstens sind Investitionen in Grundstücke und Gebäude Anlagen mit Substanz. Das schützt vor der schleichenden Abwertung von Geldwerten bei Inflation. Zweitens verändern sich Mieten und Kaufpreise von Häusern ganz anders als etwa Kurse von Aktien. So lassen sich mit Immobilienanlagen Schwankungen in Anlagedepots reduzieren. Drittens boomt das Geschäft mit den Steinen angesichts der günstigen Zinsen gerade in Deutschland. Die Preise für Wohnimmobilien sind seit 2010 durchschnittlich um acht Prozent gestiegen, die Mieten gehen nach oben, auch Büros und Lagerflächen sind gefragt.

Nicht jede Investition lohnt sich

Wer davon profitieren möchte, steht vor einer riesigen Auswahl an Anlagemöglichkeiten: von den eigenen vier Wänden über das Bürohaus oder die Halle für die eigene Firma bis zu Anlageprodukten wie Immobilienfonds, Immobilienaktien oder eben Mittelstands-Anleihen. Aber „nicht jede Immobilieninvestition, die sich nach Geldanlage anfühlt, ist auch eine“, warnt Rankers – die selbst genutzte Wohnung entpuppt sich für die Vorsorge als relativ wertlos. Dagegen erzielten offene Immobilienfonds in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt eine Rendite von immerhin 3,3 Prozent pro Jahr, Immobilienaktienfonds sogar mehr.

impulse hat drei verbreitete Immobilien-Bausteine von Unternehmern auf ihren Wert für die Altersvorsorge durchleuchtet:

 

 
Der Beitrag ist Teil der großen impulse Altervorsorge-Serie:

TEIL I: Vorsorgestrategien: Für Gründer / Für Durchstarter / Für Arrivierte
TEIL II: Vermögensaufbau mit Wertpapieren
TEIL III: Vermögensaufbau mit Immobilien: Das Eigenheim / Die Betriebsimmobilie / Der Immobilienfonds

 

 

cover-februarAus der impulse-Ausgabe 02/2014

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