Finanzen + Vorsorge Banken erhöhen Gebühr fürs Geldabheben

Wer kein Kunde bei der Commerzbank ist, dort aber Geld abgeben will, muss künftig eine höhere Gebühr zahlen.

Wer kein Kunde bei der Commerzbank ist, dort aber Geld abgeben will, muss künftig eine höhere Gebühr zahlen.© dpa/picture-alliance

Wer Geld bei fremden Banken abheben will, muss künftig mehr bezahlen. Bei welchen Geldhäusern es teurer wird.

Verbraucher müssen fürs Geldabheben an fremden Bankautomaten künftig teilweise tiefer in die Tasche greifen. Die Deutsche Bank, ihre Tochter Postbank und die Commerzbank kündigten die Vereinbarung der Privatbanken über die Gebührenhöchstgrenze von 1,95 Euro. „Wir können angesichts steigender Kosten auf Dauer keinen Preis unter dem Niveau von Sparkassen und Volksbanken verlangen“, sagte ein Commerzbanksprecher am Mittwoch. Das Geldinstitut will künftig 3,90 Euro von Fremdkunden verlangen.

Wie hoch die Gebühr bei der Deutschen Bank künftig sein soll, ist noch unklar. Die Bank habe die Vereinbarung „vorsorglich“ gekündigt, sagte ein Sprecher. Eine Entscheidung über die Höhe sei noch nicht gefallen. Auch die Postbank hat noch nicht über das künftige Entgelt entschieden. Die Essener Nationalbank war laut „Börsen-Zeitung“ vorgeprescht und verlangt seit Ende Juni 4 bis 4,50 Euro von institutsfremden Kunden.

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Die privaten Banken hatten sich 2010 verständigt, maximal 1,95 Euro für Fremdabhebungen an ihren Automaten zu verlangen. Eine gemeinsame Vereinbarung mit den Sparkassen sowie den Volks- und Raiffeisenbanken scheiterte. Sie wollten keine Höchstgebühr festlegen und argumentierten mit hohen Kosten für ihr engmaschiges Automatennetz. „Wir können es durchaus nachvollziehen, dass auch die privaten Banken zunehmend feststellen, dass Dienstleistungen aufwands- und marktgerecht bepreist werden sollten“, betonte der Sparkassen- und Giroverband (DSGV). Die Preisspanne für Fremdabhebungen bei Sparkassen liegt im Schnitt bei etwa 4 bis 4,50 Euro.

Unabhängig von der Kündigung der Vereinbarung sind Abhebungen innerhalb der sogenannten Cash Group – Commerzbank, Deutsche Bank, HypoVereinsbank, Postbank sowie deren Töchter – weiter kostenlos.

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