Berliner Testament Nicht ohne meinen Partner

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Die von Wolfgang Schäuble geplante Reform der Erbschaftsteuer wird laut aktueller Daten 99 Prozent der Firmenerben nicht betreffen.

Die von Wolfgang Schäuble geplante Reform der Erbschaftsteuer wird laut aktueller Daten 99 Prozent der Firmenerben nicht betreffen.© Marco2811 / fotolia

Ist das Berliner Testament für Sie und Ihren Partner eine Überlegung wert? Die folgenden Fragen helfen, eine Entscheidung zu treffen.

Was ist das Berliner Testament?

Mit dem Berliner Testament oder Ehegattentestament können sich Eheleute (oder Lebenspartner) gegenseitig als Alleinerben einsetzen. Erst wenn der letzte Partner gestorben ist, fällt das Erbe an Dritte, meist die Kinder.

Für wen ist das Berliner Testament sinnvoll?

Ein Berliner Testament kommt für Sie in Betracht, wenn Sie und Ihr Partner die folgenden Fragen mit Ja beantworten:

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  • Die gesetzliche Erbfolge (Partner und Kinder erben an erster Stelle) entspricht nicht Ihrem Willen.
  • Der überlebende Ehegatte oder Lebenspartner soll abgesichert sein.
  • Nach dem Tod des zweiten Partners soll das Erbe in der Familie verbleiben, im Regelfall an die Kinder gehen.
  • Das Unternehmen soll nicht durch die Handlungsunfähigkeit einer Erbengemeinschaft gefährdet werden.
  • Sie sind sich mit Ihrem Ehe- oder Lebenspartner darüber einig, wie das Erbe gestaltet werden soll.
  • Sie sind sich darüber klar, dass das Berliner Testament nach dem Tod des ersten Gatten nur unter ganz bestimmten Bedingungen geändert werden kann.

Wer muss das Berliner Testament unterschreiben?

Das Berliner Testament muss handschriftlich verfasst sein. Es reicht aber aus, dass nur ein Ehegatte den Text aufschreibt und der andere mit Vor- und Zunamen unterschreibt. Sinnvoll ist dann eine Ergänzung mit Datum und Ortsangabe und dem Zusatz „Das ist auch mein Wille“.

Achtung: Gibt es ein Unternehmen in der Familie, sollte ein spezialisierter Anwalt zu Rate gezogen werden. Die gängigen Musterformulierungen greifen dann zu kurz.

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