Finanzen + Vorsorge Dax stabilisiert sich – Sorgen vor weiterem Kursrutsch bleiben

Der Handelssaal der Deutschen Börse in Frankfurt am Main.

Der Handelssaal der Deutschen Börse in Frankfurt am Main.© Deutsche Börse

Die vergangene Woche herrschte Ausverkauf an den Börsen. Sorgen vor einem Wirtschaftsknick gewannen die Oberhand. Zum Beginn dieser Woche sieht die Lage wieder freundlicher aus. Manche Marktbeobachter fürchten aber, dass das nur die Ruhe vor dem Sturm ist.

Die Frankfurter Börse hat sich nach dem jüngsten Kursrutsch stabilisiert. Am Montagnachmittag stand der deutsche Leitindex Dax um 0,59 Prozent höher bei 8840,47 Punkten. Der MDax zog um 0,54 Prozent auf 15 070,03 Punkte an, während der TecDax um 0,10 Prozent auf 1156,22 Punkte fiel. Für den EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone ging es um rund ein halbes Prozent nach oben.

Trotz Atempause zum Wochenauftakt gibt Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar zu bedenken, dass sich das mittelfristige Bild für den deutschen Leitindex verschlechtert habe. Kurzfristig dürften die Notierungen durch Käufe von Anlegern gestützt werden, die zuvor auf fallende Kurse gesetzte hätten und nun Kasse machten. Grundsätzlich erscheine der Abwärtstrend jedoch „kristallklar“.

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Am Freitag hatte der Dax so tief geschlossen wie seit zwölf Monaten nicht mehr. Eingetrübte Konjunkturaussichten hatten die Aktienmärkte belastet. Hinzu kam die Sorge über eine unerwartet frühe Leitzinserhöhung in den USA, gilt doch die ultra-lockere Geldpolitik der US-Notenbank Fed als einer der wichtigsten Kurstreiber der vergangenen Jahre.

Wer gewinnt – oder verliert

Die Papiere der Lufthansa erholten sich mit einem Plus von zweieinhalb Prozent etwas von ihren zuletzt herben Verlusten. Hintergrund war ein Medienbericht über ein anstehendes Sparprogramm im Frachtbereich sowie besser als erwartete Verkehrszahlen für den September. Die Papiere der Gea Group sprangen um knapp 6 Prozent hoch; der Anlagenbauer versprach den Aktionären eine höhere Ausschüttungsquote.

Weiter wenig Grund zur Freude haben die Aktionäre von Infineon und Südzucker. Die jüngsten Kursverfälle der beiden Titel wurde durch die Marktstabilisierung kaum gebremst, nachdem sich Analysten verhalten zu den Geschäftsperspektiven des Chipherstellers und des Zuckerproduzenten geäußerten hatten.

Am Rentenmarkt blieb die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 0,73 Prozent. Der Rentenindex Rex rückte um 0,02 Prozent auf 137,87 Punkte vor. Der Bund Future verlor 0,22 Prozent auf 150,25 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2679 (Freitag: 1,2638) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7887 (0,7912) Euro.

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