Finanzen + Vorsorge Die feinsten Adressen für Ihr Geld

Exklusive Betreuung, privilegierte Vermögensberatung - das Private Banking boomt. Neben renommierten Privatbanken umgarnen jetzt auch Großbanken, Sparkassen und auslän­dische Institute die wohlhabende Klientel. impulse hat den Service der Banken verglichen: Am besten aufgehoben sind Unternehmer nach wie vor bei den Traditionshäusern.

389 handverlesene Gäste parlierten bei bester Laune im Park. Man delektierte sich an Schrobenhausener Spargel, ausgelösten Krebsen mit Dillreis und Käfers Mürbeteigtartes. Und alle waren sie da. Von A wie Auersperg bis Z wie Zinkann. Baron Alfred Oppenheim feierte seinen 70. Geburtstag. Genauso würde aber auch eine Kundenveranstaltung seines Bankhauses aussehen. Denn in Kreisen wie diesen sind die Grenzen zwischen Familie, Freunden und Geschäftsfreunden eben fließend.

Besonders familiär geht es auch beim Frankfurter Bankier und Ehrenbürger Friedrich von Metzler zu, dem nach dem plötzlichen Tod von Alfred Oppenheim die Rolle des Doyens unter Deutschlands Privatbankiers zufiel. Am liebsten mit Kind und Kegel lädt er seine Kunden ein. Sei es zum Galopprennen in Frankfurt oder zum Wiesn-Auftakt in München.

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„Wir wollen Vermögen langfristig erhalten. Der Kunde soll ewig bei uns bleiben. Dann kommen auch die Kinder, die Familie und die Freunde zu uns“, erklärt von Metzler die Philosophie des 1674 gegründeten Bankhauses. Man hält auf Familie, auf Tradition. Und distanziert sich leise von der lauten Konkurrenz der Großbanken, die das Thema Private Banking jetzt forsch angehen.

„Immenser Wettbewerb“

„Im Private Banking herrscht zurzeit ein immenser Wettbewerb“, betont Rainer Wilken, der für die Unternehmensberatung Cap Gemini den weltweiten Markt der Reichen beobachtet. „Die Angebote für die Vermögensverwaltung waren selten besser.“

Dass Branchenriesen wie Deutsche Bank oder die Schweizer UBS ihr Private Banking kräftig aufrüsten und vornehme Adressen wie Pictet oder die Bank des Fürsten von Liechtenstein mit viel Verve nach Deutschland drängen, ist gut für die Kunden. Gleichzeitig wird das Angebot für noble Klientel unübersichtlicher.

Zu spüren bekommen das insbesondere betuchte Mittelständler. Denn sie stehen bei allen Private-Banking-Anbietern als Neukunden im Fokus. Was die Geschäftsbanken von den alten Geldhäusern indes unterscheidet: Private Banker rennen den Kunden hinterher, Privatbankiers warten, „bis die Kunden zu uns kommen, weil sie zu uns wollen, und nicht, weil sie woanders weg wollen“, konstatiert von Metzler.

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