Factoring-Varianten Welche Arten von Factoring gibt es?

Eines haben alle Factoring-Varianten gemeinsam: Sie sorgen für eine Risikoabsicherung. Mahnungen schreiben muss man je nach Variante aber trotzdem.

Eines haben alle Factoring-Varianten gemeinsam: Sie sorgen für eine Risikoabsicherung. Mahnungen schreiben muss man je nach Variante aber trotzdem.© alswart / Fotolia.com

Verschiedene Factoring-Varianten ermöglichen eine Finanzierung je nach den Bedürfnissen des Unternehmens. Ein Überblick von Full-Service-Factoring bis Bulk-Factoring.

Full-Service-Factoring

Das Verfahren – auch Standardfactoring genannt – umfasst neben der Finanzierung eine hundertprozentige Risikoabsicherung und eine Entlastung beim Debitorenmanagement. Das heißt, der Factor wickelt die komplette Rechnungslegung für seinen Kunden ab.

Bulk-Factoring

auch Inhouse-Factoring oder Eigenservice-Factoring genannt: Der Factoringkunde nutzt die Finanzierung und Risikoabsicherung durch den Factor, verzichtet aber auf weitergehende Dienstleistungen. Das Debitorenmanagement führt er selber – als Treuhänder für den Factor – durch.

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Fälligkeits-Factoring

Factoring-Variante, bei der der Factoringkunde die Vorteile der vollständigen Risikoabsicherung und der Entlastung beim Debitorenmanagement nutzt, aber auf die sofortige Regulierung des Kaufpreises verzichtet.

Echtes/Unechtes Factoring

Übernimmt der Factor das Ausfallrisiko (Delkredereschutz), wird das Verfahren als echtes Factoring bezeichnet. Factoring ohne Übernahme des Ausfallrisikos nennt man „unechtes Factoring“. In Deutschland wird allerdings seit Jahren fast ausnahmslos echtes Factoring praktiziert.

Offenes/Stilles Factoring

Beim offenen Factoring-Verfahren wird der Debitor über den Forderungsverkauf informiert und aufgefordert, direkt an den Factor zu zahlen. Beim stillen Factoring-Verfahren wird die Forderungsabtretung dem Debitor gegenüber nicht offen gelegt. In Deutschland wird überwiegend die offene Abtretung praktiziert.

Export-Factoring/Import-Factoring

Die Factoringinstitute bieten Factoring sowohl für den inländischen als auch für den grenzüberschreitenden Geschäftsverkehr an. Nehmen inländische Unternehmen (Exporteure) die Leistungen eines Factors in Deutschland für ihre grenzüberschreitenden Geschäfte in Anspruch, spricht man von Export-Factoring. Handelt es sich um Importgeschäfte, bei denen ausländische Unternehmen die Leistungen eines Factors in Deutschland in Anspruch nehmen, wird dies Importfactoring genannt.

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