Büromieten So teuer sind Büroflächen in deutschen Städten

Viel Platz ist nicht mehr auf dem deutschen Mietmarkt für Büros ... ein Grund, warum die Büromieten steigen.

Viel Platz ist nicht mehr auf dem deutschen Mietmarkt für Büros ... ein Grund, warum die Büromieten steigen.© Alan_Smithee / photocase.de

Die Büromieten in deutschen Städten sind stark gestiegen - und werden auch in Zukunft immer teurer werden. Einer aktuellen Studie zufolge gibt es hierfür drei Gründe.

In Deutschland sind günstige Büroflächen ein knappes Gut. In den großen deutschen Städten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München und Köln steigen die Mieten seit über zehn Jahren kontinuierlich.

In Frankfurt am Main wird derzeit die Spitzenmiete von 38 Euro pro Quadratmeter Bürofläche gezahlt, gefolgt von München mit 34,50 Euro. In Berlin ist noch günstiger, dafür belegt die Hauptstadt mit ihrem rasanten Preisanstieg den ersten Platz: Allein im zweiten Quartal 2016 legte die Spitzenmiete in der Hauptstadt gegenüber dem Vorquartal um 5,7 Prozent auf 25,90 Euro pro Quadratmeter zu.

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Und der Trend wird anhalten. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie der Immobilienberatung Savills. Mittelfristig soll sich die Verteuerung der Büromieten sogar beschleunigen. Aus drei Gründen: die Nachfrage nach Büroflächen wächst, das Angebot schrumpft und die Kosten für Neubauten steigen.

Wachsende Nachfrage nach Büroräumen

Keine Frage: Arbeitskonzepte wie Coworking, Jobsharing oder Home Office werden immer beliebter. Aber kurzfristig wird dieser Trend nicht den Druck von den Arbeitgebern nehmen, ihren Mitarbeitern ausreichende Büroflächen anbieten zu müssen. Zudem expandieren laut Savills derzeit viele Unternehmen; dadurch steige die Nachfrage nach Räumen weiter.

Steigende Kosten für Neubauten

Die Baukosten für neue Bürogebäude steigen – auch wegen energetischen Vorschriften. Demnach haben sich die Baukosten für Bürogebäude netto um mehr als 22 Prozent erhöht. In den zehn Jahren davor betrug der Kostenanstieg lediglich rund zwei Prozent. Auch Gewerbegrundstücke haben sich laut Savills zwischen 1996 und 2005 um knapp fünf Prozent verteuert, bis 2015 um fast 14 Prozent. Im Jahr 2017, so schätzt Savills, werden 9 Prozent weniger Gebäude fertiggestellt werden als in diesem Jahr. Die Angebotsknappheit bleibt bestehen.

Schrumpfendes Angebot auf dem Mietmarkt

Gleichzeitig zu den steigenden Preisen haben Unternehmen mit einem schrumpfenden Angebot zu kämpfen. In den vergangenen Jahren wurde zu wenig in Neubauten investiert und zu wenige bestehende Gebäude saniert. Das Ergebnis: In fast allen deutschen Großstädten ist das Angebot knapp. Der Leerstand ist laut Savills seit 2010 von mehr als zehn Prozent auf rund sechs Prozent zurückgegangen. Neue Gebäude würden wegen der hohen Nachfrage sehr schnell vermietet.

Nur in einer Stadt sei in Kürze Entspannung in Sicht: Frankfurt am Main. Dort geht Savills von einem relativ hohen Fertigstellungsvolumen und einem geringen Beschäftigtenwachstum aus.

Prognosen für Büromieten in Europa

Deutschland ist nicht das einzige Land, das mit einem Anstieg der Büromieten rechnen muss. Für 92 Prozent der europäischen Märkte prognostiziert Savills diesen Trend. Um Kosten zu sparen, können Unternehmen vor allem eines tun: versuchen, längerfristige Mietverträge abzuschließen, wenn es ihnen dadurch gelingt, günstigere Mietkonditionen zu verhandeln.

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