Kaufen oder Mieten Wo Kaufen günstiger als Mieten ist

Der Traum vom Eigenheim ist greifbarer, als viele denken: Kaufen ist in allen Kreisen Deutschlands günstiger als Mieten.

Der Traum vom Eigenheim ist greifbarer, als viele denken: Kaufen ist in allen Kreisen Deutschlands günstiger als Mieten.© Soundboy / photocase.de

Kaufen ist in allen Kreisen Deutschlands derzeit günstiger als Mieten - doch die Unterschiede schwanken stark. In welchen Gegenden sich Wohneigentum besonders lohnt.

Deutschland ist ein Mieterland: Neben der Schweiz zählt Deutschland zu den Industrieländern mit der geringsten Wohneigentumsquote. In einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag der Bausparkasse Schwäbisch Hall wurden die Kosten von Mietern und Eigentümern verglichen – das Ergebnis: Kaufen ist in allen 402 deutschen Kreisen günstiger als Mieten.

Für die Studie wurde das so genannte Wohnnutzerkostenkonzept angewendet, bei dem die jährlichen Mietkosten mit den jährlichen Kosten eines Eigentümers vergleichen werden. In manchen Teilen Deutschlands ist Kaufen mehr als 50 Prozent günstiger als Mieten, so das IW Köln – in vielen Großstädten wie Berlin, Hamburg, Köln oder Frankfurt am Main immerhin mehr als 30 Prozent.

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Vorteil in Bayern kleiner

Nur in Bayern gebe es eine größere Anzahl von Kreisen, in denen die Abweichung unter 20 Prozent liege – im Landkreis Miesbach nur bei knapp 7 Prozent. Das liege vor allem an den stark gestiegenen Wohnungspreisen der letzten Jahre.

Grund für die Attraktivität von Wohneigentum seien vor allem die niedrigen Zinsen. Mussten Kreditnehmer 2010 noch 3,9 Prozent für Hypothekendarlehen mit einer Zinsbindung von fünf bis zehn Jahren zahlen, betrug der durchschnittliche Zinssatz im Jahr 2015 1,8 Prozent. Selbst eine plötzliche Erhöhung der Zinsen würde die Attraktivität von Eigentum in einem Großteil der Kreise nicht ändern, so das IW Köln.

Gefahr einer spekulativen Blase gering

Die Gefahr einer spekulativen Blase sieht das IW Köln aber nicht. Preise fielen nur dann, wenn die Kosten für Eigenheimbesitzer über den Mieterkosten lägen. Da das Gegenteil der Fall ist, bliebe auch bei einer Zinserhöhung das Wohnen in den eigenen vier Wänden deutlich attraktiver.

Die Forscher gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Eigentum weiter steigen wird. Das läge zum einen daran, dass Kaufen derzeit so attraktiv ist, zum anderen an der wachsenden Bedeutung von Immobilien für die Altersvorsorge.

Kostenvorteil für Selbstnutzer gegenüber Mietern pro Quadratmeter Wohnfläche in Prozent:

2 Kommentare
  • Christoph Stelten 9. Februar 2016 11:42

    Wer kann denn diese Studie ernst nehmen? Die Schwäbisch Hall hat diese Studie bezahlt und will durch das Ergebnis mehr schlechte Baufinanzierungen verkaufen.

    Da wird der Bock zum Gärtner gemacht. Man schaue sich nur das Logo am Anfang der Studie an.

    Selbstgenutzte Immobilie = Altersvorsorge = Märchen

    Deutschland ist in Sachen Immobilien irgendwo zwischen Spanien und den USA vor 10 Jahren: Verrückte Wertsteigerungen + niedrige Zinsen. Wo führt das hin?

  • Radlbeck Andrea 1. Februar 2016 13:57

    Sehr interessant, bei uns in Regensburg kann man weder eine Wohnung kaufen, noch etwas schönes mieten. Alles viel zu teuer. Sämtliche Personen quetschen sich in eine große Wohnung um Qualität zu haben oder man muss in einer Besenkammer leben.
    In dieser Stadt gibt es alles, vor allem genug Arbeit, aber keinen Wohnraum, den man sich leisten kann.

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