Kreditvermittlung Wann Ihre Alarmglocken schrillen sollten

Wenn Kreditvermittler Kosten pauschal abrechnen wollen, sollten Ihre Alarmglocken schrillen.

Wenn Kreditvermittler Kosten pauschal abrechnen wollen, sollten Ihre Alarmglocken schrillen.© time. / photocase.de

Darlehensvermittler sollen bei der Suche nach günstigen Krediten helfen, doch unter ihnen gibt es schwarze Schafe. Welche Kosten sie in Rechnung stellen dürfen - und welche nicht.

Darlehensmakler dürfen Kosten, die ihnen bei der Vermittlung eines Kredits entstehen, nicht einfach pauschal abrechnen. Laut Gesetz können sie dem Kunden nur tatsächliche Auslagen in Rechnung stellen – also Kosten, die konkret aufgetreten sind, wie für eine Abfrage von Kreditangeboten oder für das Porto. „Der Darlehensvermittler muss seine Aufwendungen mit Belegen nachweisen können“, sagt Julia Woywod-Dorn von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Fordert der Kreditmakler unabhängig von einem abgeschlossenen Vermittlungsvertrag eine Erstattung von Kosten, ist dies in der Regel rechtswidrig. „Der Makler kann eine Auslagenentschädigung erst nach dem Abschluss des Vermittlungsvertrags verlangen“, erklärt die Juristin Woywod-Dorn. Er könne also nicht einfach Anreisekosten für ein erstes Treffen fordern, wenn bei dem Termin der Vertrag erst noch unterzeichnet werden soll.

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Der Kunde muss auch nur Aufwendungen begleichen, wenn dies vorher schriftlich vereinbart wurde. Das heißt konkret: Solange man nichts unterschrieben hat, muss man auch nichts bezahlen. Außerdem ist wichtig: Im Vertrag sollte ein klarer Auftrag stehen – etwa das Ziel, dass der Makler einen günstigen Kredit für den Kunden findet.

Kunden müssen Auslagen und Honorar des Vermittlers zahlen

Neben den Auslagen müssen Kunden natürlich auch das Honorar des Vermittlers zahlen. „Wer sich die Kosten für eine Kreditvermittlung sparen will, kann selbst Angebote bei mehreren Kreditinstituten einholen“, sagt die Verbraucherschützerin.

Bei einer tatsächlichen Kreditanfrage gilt: Kommt der Vertrag nicht zustande, etwa weil der Kunde ein günstigeres Angebot gefunden hat, kann sich dies negativ auf die Bewertung seiner Kreditwürdigkeit auswirken. Man spricht hier vom Scoring. „Im schlimmsten Fall wird dadurch die Bonität des Kunden abgewertet“, sagt Woywod-Dorn. Deshalb sei es wichtig, dass man den jeweiligen Anbieter bittet, dass er die Bonität über die sogenannte Konditionen-Abfrage überprüft.

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