Milliardärinnen Immer mehr Frauen zählen zu den Superreichen

Die reichste Frau Deutschlands: Susanne Klatten, Miteigentümerin von BMW ist mit einem Vermögen von 15 Milliarden Dollar im Club der Milliardärinnen.

Die reichste Frau Deutschlands: Susanne Klatten, Miteigentümerin von BMW ist mit einem Vermögen von 15 Milliarden Dollar im Club der Milliardärinnen. © picture alliance / dpa

In Asien, Europa und Amerika werden es immer mehr: Frauen, die ein zehnstelliges Vermögen besitzen. Eine neue Studie zeigt die Milliardärinnen und die Gründe für ihren Erfolg.

Noch sind die männlichen Milliardäre in der Überzahl, aber die Zahl der extrem vermögenden Frauen steigt rasant. Das geht aus einem Bericht der UBS Bank und des Wirtschaftsprüfungsunternehmens PwC hervor, für den Daten von mehr als 1300 Milliardären aus dem Zeitraum von 1995 bis 2014 ausgewertet wurden.

Gab es 1995 noch insgesamt 289 Milliardäre, so sind es heute 1347. Insgesamt gehören ihnen Vermögenswerte von 5,4 Billionen Dollar – das ist mehr als das deutsche Bruttoinlandsprodukt von 2014.

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Der Frauenanteil bei den Milliardären wächst: Machten sie 1995 nur neun Prozent aus, gehören heute immerhin elf Prozent zur Riege der Superreichen, das sind 145 Frauen. Damit ist die Zahl der Frauen, die über ein zehnstelliges Vermögen verfügen, schneller gestiegen als bei den Männern.

Wie die Frauen zu Ihrem Vermögen kamen

Wie die Frauen zu ihrem Reichtum kamen, ist unterschiedlich: Einige haben geerbt, aber immer mehr haben sich ihr Vermögen selbst erwirtschaftet.

Besonders stark ist der Trend in Asien: Dort leben die meisten neuen Milliardärinnen. Gab es 2004 noch nur drei, sind es heute 25. Mehr als die Hälfte hat ihr Geld selbst verdient, insbesondere mit Immobilien. Unternehmerisch erfolgreich ist zum Beispiel Zhou Qunfei. Die „Lens Technology“-Gründerin stellt Touchscreens her. Mit 7,5 Milliarden Dollar ist sie laut Forbes die reichste Frau Asiens.

In Europa nahm die Zahl der Milliardärinnen in den vergangenen zehn Jahren von 21 auf 57 zu. Jedoch haben nur sieben Prozent das Vermögen selbst erwirtschaftet. Die meisten Europäerinnen haben es geerbt, zum Beispiel Susanne Klatten. Die Erbin des Industriellen Herbert Quandt ist mit einem Vermögen von rund 15 Milliarden Dollar die reichste Deutsche. In Frankreich besitzt die L’Oréal-Erbin Liliane Bettencourt laut Forbes ein Vermögen von 38,6 Milliarden Dollar. Damit ist sie aktuell sogar der zehntreichste Mensch der Welt.

In Amerika gibt es laut er Studie die meisten Milliardärinnen, insgesamt 63. Vor zehn Jahren waren es noch 37. Immerhin 19 Prozent von ihnen haben ihr Vermögen auf eigene Faust erwirtschaftet.

Was die Milliardärinnen erfolgreich macht

Auch über die Gründe des wirtschaftlichen Erfolgs haben sich die Autoren der Studie Gedanken gemacht. Diese drei Kriterien zeichnen die Frauen aus: Sie gehen wohlüberlegt Risiken ein, fokussieren sich obsessiv auf das Geschäft und zeichnen sich in ihrem Tun durch große Beharrlichkeit aus.

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