Finanzen + Vorsorge Heizen mit erneuerbaren Energien: Mehr Geld vom Staat

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Der Staat unterstützt das Heizen mit erneuerbaren Energien mit Investitionszuschüssen.

Der Staat unterstützt das Heizen mit erneuerbaren Energien mit Investitionszuschüssen.© stockphoto-graf / Fotolia.com

Wer Zuhause oder in der Firma auf Heizen mit erneuerbaren Energien umstellt, bekommt für die Sanierung seit April mehr Geld vom Staat. Davon profitieren kleine Unternehmen und Privatleute.

Wieso gibt es mehr Geld?

Grund für den Geldsegen ist eine Novelle des „Marktanreizprogramms“, kurz MAP genannt. Das Programm gibt es bereits seit 15 Jahren – mit variierenden Fördersätzen. Es soll für die Energiewende in den Heizungskellern der Republik sorgen. Wer seine Anlage auf erneuerbare Energien umstellt, kann in den Genuss der Förderung kommen – egal ob Unternehmer oder Hauseigentümer.

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Wofür genau bekomme ich das Geld?

Gefördert werden beispielsweise Sonnenkollektoren – früher mit 1500 Euro, jetzt mit 2000 Euro – oder Solaranlagen, die der Warmwasseraufbereitung dienen. Nach einer Förderpause gibt’s nun 50 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche. Auch der Einbau effizienter Wärmepumpen wird bezuschusst. Die ganze Maßnahmenliste finden Sie online auf der Seite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle unter www.bafa.de.

Wo ist der Haken?

Es gibt zumindest eine Bedingung: Investitionszuschüsse bekommt man nur für die Sanierung von Anlagen in Bestandsgebäuden. Der Grund: In Neubauten müssen sowieso umweltfreundliche Anlagen eingebaut werden. Die einzige Ausnahme macht der Bund bei Neubauten mit besonders innovativen Anlagen – die sind dann aber auch besonders teuer.

Wie stelle ich einen Antrag?

Die Reihenfolge lautet: Anlage einbauen lassen, Förderantrag unter www.bafa.de runterladen und ausfüllen, Kauf- und Handwerkerbelege beilegen und alles beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle in Eschborn einreichen. Nach dem Einbau hat man dafür neuerdings neun Monate Zeit – früher waren es nur sechs. Wer seine Anlage beispielsweise im Februar (also vor Inkrafttreten der MAP-Novelle) hat einbauen lassen, kann trotzdem noch die höheren Fördersätze bekommen, wenn er bis Oktober seine Unterlagen einreicht.

Was verspricht sich die Regierung davon?

Der Anteil erneuerbarer Energien beim Heizen und Kühlen in Deutschland liegt mit unter 10 Prozent sehr niedrig. Zusätzlich haben die gesunkenen Ölpreise nicht gerade zu einer Energiesparwelle geführt. Die Regierung hofft, dass sich das durch die höheren Fördersätze ändert.

 

impulse-Magazin Mai 2015Ein Artikel aus der  impulse-Ausgabe 05/15. 

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