Flottenversicherung So senken Sie die Kosten bei Flottenpolicen

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Alternative Konzepte wie Car-Sharing und eine sinkende Zahl potenzieller Autokäufer setzen Autohäuser unter Druck.

Alternative Konzepte wie Car-Sharing und eine sinkende Zahl potenzieller Autokäufer setzen Autohäuser unter Druck.© Kzenon / Fotolia

Viel einfacher als eine Haftpflicht- und Kaskopolice für jeden einzelnen Wagen: Eine Flottenversicherung umfasst alle Fahrzeuge der Firma. Worauf es dabei ankommt – und wie man die Prämien niedrig hält.

Flottenversicherer nutzen das Gesetz der großen Zahl: Je mehr Fahrzeuge in einem Versicherungspool enthalten sind, umso leichter berechenbar ist für sie der durchschnittliche Schaden. Für Kunden ist das eine gute Nachricht, denn sie profitieren von vergleichsweise guten Konditionen. Allerdings nur, solange ihre Schadensumme auch tatsächlich im Durchschnitt liegt. Denn andernfalls können Versicherer die Prämien erhöhen oder gar die Verträge kündigen. Damit das nicht geschieht, können Unternehmer allerdings eine ganze Menge tun. Und ihre Kfz-Prämien möglicherweise sogar senken.

Die wichtigsten Schritte zur günstigen Flottenversicherung.

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Schäden vermeiden

Die Prämien der Flottenpolicen berechnen sich nach den durchschnittlichen Schadenshöhen und der Gesamthöhe der Schäden. Beides lässt sich senken: Zum Beispiel, indem man sich anschaut, wo es in der Vergangenheit häufiger gekracht hat – und Gegenmaßnahmen ergreift. Tauchen etwa überdurchschnittlich viele Parkschäden auf, schafft man Neuwagen mit elektronischer Einparkhilfe an, und kann so möglicherweise Schäden und damit die Prämie senken. Häufen sich Anfahrschäden an einer bestimmten Stelle, steht möglicherweise in der Nähe der Parkplätze eine Säule im Weg, die man besser markieren kann. Und entpuppt sich eine Kreuzung in der Nähe des Betriebs als Linksabbiegerfalle, kann es lohnen, den Mitarbeitern einen anderen Weg zu empfehlen.

Prävention betreiben

Viele Versicherer belohnen darüber hinaus regelmäßige Schulungen und Sicherheitstrainings für die Fahrer. Hier lohnt es, nachzufragen – zumal viele Assekuranzen selbst entsprechende Angebote vermitteln oder fördern.

Selbstbeteiligung erhöhen

Wer kleine Kaskoschäden selbst bezahlt, den kommt nicht nur die Versicherung günstiger – er erzieht auch die eigenen Mitarbeiter zu mehr Vorsicht im Straßenverkehr, was wiederum größere Schäden verhindern kann. Wie das geht? Über den Dienstwagenvertrag kann man seine Fahrer finanziell an kleineren Schäden beteiligen. Vor allem Glasschäden schlagen stark auf die Prämie durch – hier lohnt die Erhöhung der Selbstbeteiligung ganz besonders.

Schäden gar nicht melden

Je niedriger die durchschnittliche Schadenhöhe, desto günstiger die Prämie. Meldet man der Versicherung deshalb kaum oder gar keine Schäden, lässt manches stattdessen selbst reparieren, verringert man ebenfalls den Beitrag.

Prämien-Erhöhungen widersprechen

Will die Versicherung die Prämien erhöhen, muss sie das rechtzeitig ankündigen. Die Frist liegt bei vier Wochen vor dem Hauptfälligkeitsdatum am 31. Dezember jeden Jahres. Danach hat man als Kunde grundsätzlich einen Monat lang Zeit, auf die Prämienerhöhung zu reagieren. Man sollte sich die Gründe darlegen lassen. Vermutlich war die Schadensumme im Vergleich zur Prämie in dem Jahr höher als gedacht – die entsprechenden Erwartungen in Sachen Schadenhöhe sollte man sich ohnehin schon vor Vertragsabschluss von der Versicherung nennen lassen, damit man genau das verhindern kann, etwa durch Reparatur auf eigene Kosten.

Dann ist Verhandlungsgeschick gefragt – zum Beispiel, indem man Gegenmaßnahmen ankündigt (siehe oben). Hilft das nichts, und man hat weitere Versicherungen beim selben Anbieter abgeschlossen, kann man drohen, auch diese zu kündigen. In jedem Fall bleibt einem ein Sonderkündigungsrecht für die Flottenpolice, man kann also zu einem anderen Versicherer wechseln.

Prämienrückerstattung verlangen

Will eine Versicherung bei zu hohen Schäden die Prämien erhöhen, sollte sie im umgekehrten Fall auch Geld zurückzahlen. Eine Prämienrückerstattung für Zeiten ohne große Schäden macht Policen besonders attraktiv. Auch hier lassen sich wieder die Mitarbeiter einbinden, die man zum unfallfreien Fahren animieren kann, indem man im Erfolgsfall einen Teil der Rückzahlung an sie weiterreicht.

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