Finanzen + Vorsorge Leitzins bleibt bei 0,15 Prozent

EZB-Präsident Mario Draghi hat angekündigt, dass das Geld im Euroraum noch lange sehr billig bleiben wird. Das ist gut für Kreditnehmer, aber schlecht für Sparer. Immerhin: Eine weitere Zinssenkung ist so gut wie ausgeschlossen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) belässt den Leitzins im Euroraum wie erwartet auf dem Rekordtief von 0,15 Prozent. Das beschloss der EZB-Rat am Donnerstag in Frankfurt, wie die Notenbank mitteilte.

Im Juni hatte die EZB im Kampf gegen Mini-Inflation und Konjunkturflaute ein bislang beispielloses Anti-Krisenpaket auf den Weg gebracht: Sie senkte den Leitzins von 0,25 auf 0,15 Prozent und führte einen Strafzins für Geschäftsbanken ein, die Geld bei der Notenbank parken. Zudem kündigten die Währungshüter neue Milliardenkredite für Banken an.

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Experten erwarten vorerst keine weiteren Schritte der EZB. Zunächst warte die Notenbank die Wirkung ihrer bisherigen Maßnahmen ab. Es werde wahrscheinlich bis zum Jahresende dauern, bevor die jüngsten EZB-Beschlüsse sich deutlich bemerkbar machen werden, vermutet ING-Diba-Chefökonom Carsten Brzeski: „Wir erwarten, dass die Ruhe nach dem Sturm für einige Zeit anhält.“

Bisher haben sich die Maßnahmen jedenfalls noch nicht auf die Inflation im Euroraum ausgewirkt: Sie verharrte im Juni bei 0,5 Prozent und liegt damit weit unter dem Zielwert von knapp unter 2,0 Prozent, bei dem die EZB Preisstabilität gewährleistet sieht.

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