Finanzen + Vorsorge Mann von Geldautomat „gebissen“ – kein Schadenersatz

Beim Geld abheben wurde ein Mann vom Automaten "gebissen".

Beim Geld abheben wurde ein Mann vom Automaten "gebissen".© dpa/picture-alliance

Für den folgenschweren "Biss" eines Geldautomaten erhält ein Eisdielen-Besitzer aus dem Ruhrgebiet weder Schadenersatz noch Schmerzensgeld. Das entschied das Düsseldorfer Landgericht am Dienstag.

Es waren schmerzhafte Erfahrungen, die ein Mann beim Geld abheben in Düsseldorf sammeln musste: Als er versuchte, die Scheine aus dem Geldschacht eines Bankautomaten zu nehmen, schloss sich der Schacht – und brach dem Mann einen Finger. Außerdem zog er sich Quetschungen an weiteren Fingern zu.

Der Mann verklagte daraufhin die Düsseldorfer Targobank als Aufsteller des Automaten. Ohne Erfolg, wie sich jetzt herausstellte: Das Landgericht Düsseldorf hat am Dienstag eine Klage auf Schadensersatz und Schmerzensgeld in Höhe von mehr als 5000 Euro abgewiesen (Aktenzeichen 6 O 330/13).

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Bank: Automat hat jahrelang einwandfrei gearbeitet

Die Bank hatte vor Gericht angegeben, das Gerät habe jahrelang einwandfrei gearbeitet. Man habe gegen einen solchen Unfall keine Vorkehrungen treffen können. Die Richter sahen dies auch so: Insbesondere habe die Bank nicht voraussehen müssen, dass ein Kunde mit seiner ganzen Hand in das Geldausgabefach hineingreift. Denn die Geldscheine werden bei der Ausgabe etwa daumendick über die Klappe aus dem Ausgabeschacht hinausgeschoben.

Laut Begründung des Gerichts ändere daran auch ein älterer, ähnlicher Vorfall in einer anderen Filiale nichts. Das Urteil ist bislang nicht rechtskräftig.

mit dpa

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