Finanzen + Vorsorge Rund 6000 Beschwerden über private Krankenversicherer

Ein  Wechsel von der private Krankenversicherung in die gesetzliche Krankenversicherung ist nur in bestimmten Fällen möglich.

Ein Wechsel von der private Krankenversicherung in die gesetzliche Krankenversicherung ist nur in bestimmten Fällen möglich.© Fotolia

Nicht immer bekommen Privatpatienten all das erstattet, was sie bezahlt haben. Tausende beschweren sich Jahr für Jahr. Die Versicherer prüfen aufgrund des Kostendrucks im Gesundheitswesen immer kritischer.

Die Zahl der Beschwerden von Privatversicherten über ihre Krankenkasse oder über Vermittler von Versicherungspolicen ist leicht gesunken. Beim Ombudsmann der privaten Krankenversicherung (PKV) gingen im vergangenen Jahr 5984 entsprechende Anfragen ein. Das waren 5,8 Prozent weniger als 2012. Das geht aus dem neuen Tätigkeitsbericht des PKV-Ombudsmanns hervor.

In mehr als jedem fünften Streitfall ging es um unterschiedliche Ansichten darüber, ob eine Behandlung, ein Arzneimittel oder ein medizinisches Hilfsmittel medizinisch notwendig ist. „Die Anzahl der Beschwerden zu diesem Themenkomplex ist gestiegen, wodurch deutlich wird, dass die Versicherer aufgrund des Kostendrucks im Gesundheitswesen zunehmend kritischer prüfen und immer häufiger über die Frage diskutiert werden muss“, heißt es in dem Bericht des inzwischen ausgeschiedenen PKV-Ombudsmanns Helmut Müller.

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Fast drei von vier Beschwerden waren zulässig. Mit 78,8 Prozent entfiel der Großteil der Anfragen auf die Vollversicherung. Zusatzversicherungen betrafen 13,5 Prozent.

Die Stelle des Ombudsmanns war vor mehr als zehn Jahren eingerichtet worden, um die ehemals einzige Beschwerdestelle bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zu entlasten. Die Zahl der Beschwerden insgesamt ist seither nahezu konstant. Nach Angaben aus der Branche beschweren sich weniger als 3 von 10.000 Versicherten.

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