Finanzen + Vorsorge Sonderangebote locken immer weniger Kunden an

In München soll wie in Berlin, Kiel und Bonn ein verpackungsfreier Supermarkt eröffnen.

In München soll wie in Berlin, Kiel und Bonn ein verpackungsfreier Supermarkt eröffnen.© Eisenhans - Fotolia.com

Wälzen Sie erst einmal die Werbeblättchen von Aldi, Lidl oder Edeka und kaufen anschließend ganz gezielt ein? Dann gehören Sie zu einer Gruppe, die immer kleiner wird. Bei vielen Verbrauchern soll der Einkauf heute vor allem schnell gehen, zeigt eine aktuelle Untersuchung.

Vor dem Einkauf noch die Werbebroschüren durchblättern und dann einen bestimmten Laden aufsuchen – diese Mühe machen sich immer weniger Verbraucher in Deutschland. Zwar schauen sich weiterhin 69 Prozent aller Haushalte regelmäßig Anzeigen und Werbezettel an, wie das Marktforschungsunternehmen GfK am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Und 53 Prozent gehen bei einem besonders guten Angebot auch in ein Geschäft, in dem sie normalerweise nicht einkaufen. Doch der Anteil dieser Haushalte ist zwischen 2011 und 2014 in beiden Kategorien um jeweils vier Prozentpunkte gesunken.

„Die Verbraucher lassen sich in ihrem Einkaufsverhalten also nicht mehr so massiv von Promotions lenken“, bilanzierten die GfK-Handelsexperten. Besonders die Älteren reagierten wenig auf Angebote. Aber auch die Jüngeren unter 30 Jahre ließen sich nur schwer mit günstigen Preisen locken. „Bei dieser zeitgestressten Zielgruppe muss Einkaufen primär schnell und einfach gehen“, hieß es zur Erläuterung.

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Dass auf Angebote reagierende Menschen häufig in Discountern einkaufen und gerade diese ihre Promotion-Aktionen zurückgefahren haben, könnte nach Einschätzung der GfK ein Grund für die anhaltende Schwäche der Discounter sein. Auch im Januar erwirtschafteten diese ein Umsatzminus von 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, während die klassischen Supermärkte ein Plus in dieser Größenordnung erreichten.

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