Anzeige Crowdfunding – Chancen und Risiken der Schwarmfinanzierung

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© Sparkassen-Finanzgruppe

Crowdfunding und -investing sind Alternativen zu klassischen Finanzierungsmethoden. Oder etwa nicht? Bislang gibt es mehr gescheiterte Projekte als erfolgreiche.

Wer hätte nicht gerne Unterstützer, die ihr Erspartes freiwillig ins eigene Projekt stecken? Wenn Sie beispielsweise in der Gastronomie tätig sind und meinen, dass Ihre Küche so gut ist, dass sie ein eigenes Kochbuch verdient hat, können Sie über eine Crowdfunding-Plattform Geld dafür sammeln.

Das Geld kommt allerdings nicht von allein: Sie brauchen eine kreativ gestaltete und professionell vermarktete Kampagne, um Erfolg zu haben. Dazu gehören auch Texte, Fotos und Videos, die was hermachen, um potenzielle Spender zu begeistern. Andernfalls droht Ihr Kochbuch in der Masse der Kampagnen unterzugehen.

Wichtig zu wissen: Per Crowdfunding sammeln Sie am besten Geld für konkrete Projekte. Es ist nicht dazu gedacht, komplette Geschäftsmodelle zu finanzieren, und ist deshalb keine geeignete Alternative für Investitions- oder Förderkredite. Übrigens: Wenn Sie Ihr Finanzierungsziel nicht zu hundert Prozent erfüllen, kommt die Finanzierung nicht zustande, und Sie gehen am Ende leer aus.

Ein „Dankeschön“ für jeden Spender

Ganz ohne Gegenleistung funktioniert es bei crowd-finanzierten Projekten meistens nicht. Es ist üblich, seine Unterstützer, je nach Höhe der Spende, mit einem so genannten „Dankeschön“ zu entschädigen. Bei Ihrem Kochbuch können Sie ihnen beispielsweise ein kostenloses Exemplar zuschicken, sie zum Essen in Ihr Restaurant einladen oder ihnen einen exklusiven Kochkurs anbieten. Was Sie machen, bleibt Ihnen überlassen. Auf jeden Fall gilt: Ein attraktives „Dankeschön“ erhöht die Chance, dass Ihr Projekt Spenden bekommt. Vergessen Sie aber nicht, dass es auch Geld – oder Zeit – kostet, die „Dankeschöns“ abzuarbeiten.

„Die Gebühren scheinen im ersten Moment gering“, sagt der Experte für Gründung und Nachfolge beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) Markus Schulz. „Doch wenn man genau nachrechnet, stellt man fest, dass die Finanzierungsform im Vergleich zum klassischen Kredit tendenziell sogar teurer ist.“

Ist Crowdinvesting besser geeignet?

Beim Crowdinvesting verkaufen Sie Unternehmensanteile. Anstatt sich einen Großanleger ins Boot zu holen, beteiligen Sie mehrere Mikroinvestoren, ähnlich wie an der Börse.

Nehmen wir an, Sie wollen mit den Einnahmen aus der Kampagne ein zweites Restaurant eröffnen. Damit sich die Mikroinvestoren ein Bild von Ihrem Vorhaben machen können, müssen Sie genau darüber informieren: Wie sieht das Geschäftsmodell aus? Wie viel Umsatz machen Sie? Welchen Zuverdienst erwarten Sie durch das zweite Restaurant? Welche Chancen und Risiken gibt es? Mit anderen Worten: Sie gewähren tiefe Einblicke in Ihre Strategie – auch gegenüber Ihren Wettbewerbern, denn alle Informationen stehen frei zugänglich im Internet.

Crowdinvesting in Immobilien

Eine spezielle Form des Crowdinvestings ist die Schwarmfinanzierung von Immobilien. Dabei bieten Sie den Mikroinvestoren kleine Anteile an Gebäuden an. So ersetzen Sie Eigenkapital durch Mezzanine-Kapital. Allerdings sollten Sie die Anteilseigner nur einen kleinen Teil des Bauvorhabens finanzieren lassen, da die Zinsen auf Crowdinvesting-Plattformen für Immobilien relativ hoch sind. Die Kampagne bedeutet auch einen großen Zusatzaufwand für Sie als Unternehmer.

Was ist Crowdlending?

Brauchen Sie einen neuen Induktionsherd für Ihr Restaurant, sind aber gerade nicht flüssig? Beim Crowdlending leihen Sie sich Geld von Privatpersonen. Ähnlich wie beim Crowdinvesting müssen Sie umfangreiche Angaben zu Ihrem Geschäft machen, die für jeden im Internet einsehbar sind. Daraus berechnen sich Ihr Rating auf der Crowdlending-Plattform, der Nominalzins, den Sie den Kleinanlegern zahlen müssen, und die fällige Gebühr. Wie auch bei den anderen Finanzierungsformen besteht die Gefahr, dass Sie Ihr Ziel nicht erreichen. Dann bekommen Sie gar kein Kapital ausgezahlt. Sicherer ist es, den Herd über einen Kredit zu finanzieren oder zu leasen.

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