Themenspezial "Energieeffizienz im Unternehmen"

Fördermittel für energetische Sanierung Energie sparen: So fördert der Staat die Sanierung Ihrer Firma

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Ob für die energetische Sanierung von Wänden, für neue Fenster oder Türen: Unternehmen bekommen für solche Investitionen Fördermittel vom Staat.

Ob für die energetische Sanierung von Wänden, für neue Fenster oder Türen: Unternehmen bekommen für solche Investitionen Fördermittel vom Staat.© Dagmara_K - Fotolia.com

Durch die energetische Sanierung von Gebäuden kann man langfristig Geld sparen – muss heute aber ordentlich investieren. Diese Fördermittel helfen bei der Finanzierung.

Wer sein Firmengebäude oder Wohnhaus saniert, kann seine Energiekosten deutlich senken. Und dafür Zuschüsse vom Staat kassieren. Doch welche Fördermittel gibt es überhaupt für die energetische Sanierung von Wänden oder Decken, für neue Fenster und Türen oder für energiesparende Klimaanlagen? Und an wen muss man sich dafür wenden? Ein Überblick über passende Förderprogramme.

Förderprogramm der IFB Hamburg: „Energetische Modernisierung von Nichtwohngebäuden“

Was gefördert wird:

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  • Energetische Modernisierung (zum Beispiel Dämmung) von Nicht-Wohngebäuden
  • Energieberatung
  • Baubegleitung durch unabhängige Sachverständige

Wer gefördert wird:

  • Eigentümer von Nicht-Wohngebäuden oder überwiegend nicht zu Wohnzwecken genutzten Gebäuden in Hamburg
  • Nicht gefördert werden Unternehmen in Schwierigkeiten

Art und Höhe der Förderung:
Zuschuss (muss nicht zurückgezahlt werden!) in Höhe von 20 Prozent der förderfähigen Investitionskosten, maximal 250.000 Euro, mindestens aber 1500 Euro. Wer einen Sachverständigen als Baubegleiter beauftragt, bekommt maximal 50 Prozent der Honorarkosten erstattet, höchstens jedoch 5000 Euro.

Wo beantragen:
Bei der Förderbank des Landes Hamburg, der IFB Hamburg (Besenbinderhof 31, Hamburg).

Weitere Infos:
Mehr Informationen gibt es auf der Webseite der IFB Hamburg sowie in diesem Merkblatt zum Förderprogramm „Energetische Sanierung von Nichtwohngebäuden“. Die IFB berät auch persönlich, nach telefonischer Terminabsprache über die Telefonnummer 040/24846-103.

Weitere Förderprogramme der Hansestadt Hamburg für Unternehmen:
Die Hansestadt Hamburg bietet weitere Förderprogramme für Unternehmen an, zum Beispiel für eine Heizungsoptimierung und einen Wärme-Check über das Programm „Unternehmen für Ressourcenschutz“ oder für Solar – und Bioenergieanlagen.

KfW-Energieeffizienzprogramm – Energieeffizient Bauen und Sanieren

Wer Firmengebäude sanieren und dadurch Energie sparen will, kann von der staatlichen Förderbank KfW ein zinsgünstiges Darlehen erhalten. Geld gibt es außerdem für den Neubau und den Kauf von gewerblich genutzten Gebäuden.

Was über das Programm „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ gefördert wird:

  • Dämmung von Wänden, Dachflächen, Geschossdecken und Bodenflächen
  • Erneuerung und Aufbereitung von Fenstern, Außentüren und Toren (inkl. Ladestellen)
  • Verbesserung des Wärmeschutzes im Sommer
  • Einbau, Austausch oder Optimierung raumluft- und klimatechnischer Anlagen inklusive Wärme-/ Kälterückgewinnung und Abwärmenutzung
  • Erneuerung/Optimierung der Wärme-/Kälteerzeugung, -verteilung und -speicherung inklusive Kraft-Wärme- beziehungsweise Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungsanlagen
  • Austausch/Optimierung der Beleuchtung
  • Einbau oder Optimierung der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sowie der Gebäudeautomation

Wer gefördert wird:

  • In- und ausländische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (produzierendes Gewerbe, Handwerk, Handel und sonstiges Dienstleistungsgewerbe), die sich mehrheitlich in Privatbesitz befinden
  • Freiberufler

Art und Höhe der Förderung:
Zinsgünstiges Darlehen (ab 1 Prozent eff. Jahreszins)

Wo beantragen:
Den Kreditantrag selbst muss über die Hausbank gestellt werden. Die leitet ihn dann an die KfW weiter. Ganz wichtig: Der Antrag muss vor Beginn des Vorhabens gestellt werden.

Weitere Infos:
Formulare für den Kreditantrag und weitere Informationen finden Sie auf der Übersichtsseite zum KfW-Programm „Energieeffizient Bauen und Sanieren“.

Auch die Förderinstitute der Bundesländer bieten Unternehmen zinsgünstige Darlehen oder Zuschüsse für Sanierungen von Firmengebäuden und für Investitionen in die Energieeffizienz, zum Beispiel die IFB Hamburg oder die LfA Förderbank Bayern.

Förderprogramme der LfA Förderbank Bayern: Energiekredit, Energiekredit Plus und Ökokredit

Was gefördert wird:

  • Investitionen zur Steigerung der Energieeffizienz
  • Anschaffung effizienterer Maschinen
  • Kauf von Anlagen zur Wärme-/ Kälterückgewinnung
  • stromsparende Beleuchtung
  • Solar- und Biomasseanlagen

Wer gefördert wird:

  • kleine und mittlere gewerbliche Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern und Freiberufler mit Betriebsstätte oder Niederlassung in Bayern

Art und Höhe der Förderung:
Zinsgünstige Darlehen

Wo beantragen:
Über die eigene Hausbank

Weitere Infos:
Mehr Informationen erhalten Sie auf der Webseite der LfA Förderbank Bayern oder telefonisch bei deren Förderberatung unter 0800/2124240 (kostenfrei).

Weitere Möglichkeiten: Auch über andere Förderinstitute der Bundesländer können Unternehmen zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse erhalten, zum Beispiel über die Investitionsbanken von Brandenburg und Sachsen-Anhalt oder die NBank in Hannover.

Zuschuss für Energieberatung durch das Bafa

Das Firmengebäude sanieren und dadurch Energie sparen? Klingt verlockend! Aber welche Maßnahmen bringen tatsächlich etwas – und wofür lohnt es sich wirklich, Geld in die Hand zu nehmen? Wer diese Fragen nicht selbst beantworten kann, kann sich Hilfe holen, die vom Staat finanziell gefördert wird. Speziell dafür ausgebildete und zertifizierte Energieberater helfen Unternehmen dabei, wirtschaftlich sinnvolle Energieeffizienzpotenziale in Gebäuden, Anlagen und beim Nutzerverhalten aufzuzeigen.

Wer gefördert wird:
Kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (produzierendes Gewerbe, Handwerk, Handel) und des sonstigen Dienstleistungsgewerbes sowie Freiberufler mit Sitz und Geschäftsbetrieb in Deutschland.

Förderhöhe:
Für Unternehmen, deren jährliche Energiekosten über 10.000 Euro (netto) liegen, beträgt der Zuschuss 80 Prozent der förderfähigen Beratungskosten (Netto-Beraterhonorar), einschließlich einer Umsetzungsberatung, jedoch maximal 8000 Euro.

Für Unternehmen mit jährlichen Energiekosten von maximal 10.000 Euro (netto) beträgt die Zuwendung 80 Prozent der förderfähigen Beratungskosten (Netto-Beraterhonorar), einschließlich einer Umsetzungsberatung, jedoch maximal 1200 Euro.

Wo beantragen:
Beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa)

Mehr Infos:
Mehr Informationen gibt es auf der Webseite des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle und in der Richtlinie über die Förderungen von Energieberatungen im Mittelstand.

Für Unternehmen und Privatpersonen: Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE)

Gefördert wird mit dem Anreizprogramm Energieeffizienz der Austausch ineffizienter Altanlagen durch moderne Heizungen bei Nutzung erneuerbarer Energien in Kombination mit einer Optimierung des gesamten Heizungssystems.

Es bestehen zwei alternative Förderverfahren: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vergibt Investitionszuschüsse, die KfW Bankengruppe gewährt im Rahmen des KfW-Programms „Erneuerbare Energien – Premium“ zinsverbilligte Darlehen und Tilgungszuschüsse.

Für privat genutzte Gebäude: KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss“

Für privat genutzte Gebäude gibt es ebenfalls staatliche Fördergelder, sowohl von der KfW als auch von zahlreichen Förderinstituten der Bundesländer. Eines der möglichen Fördermittel der KfW: das Programm „Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss“.

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