Factoring Was sind die Vorteile und Nachteile von Factoring?

Ein Vorteil von Factoring: Firmen haben schneller wieder Geld in der Kasse. Aber es gibt auch Nachteile.

Ein Vorteil von Factoring: Firmen haben schneller wieder Geld in der Kasse. Aber es gibt auch Nachteile.© picture alliance / Klaus Ohlenschläger

Factoring kann helfen, Außenstände abzubauen. Wir stellen Vorteile und Nachteile vor - so können Unternehmer prüfen, ob diese Finanzierungsart für ihre Firma in Frage kommt.

Factoring – das sind die Vorteile

Liquiditätsgewinn:
Da der Factor die Außenstände Ihrer Firma übernimmt, müssen Sie nicht mehr so lange auf Ihr Geld warten. Das erweitert Ihre finanziellen Spielräume beträchtlich. Und da sie sehr schnell flüssig sind, auch wenn der Kunde noch nicht gezahlt hat, können sie in stärkerem Maße als vorher Barzahlerrabatte ausnutzen. Weiterer Wettbewerbsvorteil: Ihren Kunden können Sie längere Zahlungsziele einräumen.

Risikoabsicherung:
Auch wenn Ihr Kunde klamm wird oder Insolvenz anmeldet und Sie auf seiner Bestellung sitzen lässt – Ihr Geld bekommen Sie trotzdem. Ihr Ausfallrisiko können Sie auch mit einer Warenkreditversicherung absichern, haben damit aber noch nicht sofort die benötigte Liquidität. Denn es dauert länger, bis eine Versicherung den eingetretenen Forderungsausfall ausgleicht. Auch die Finanzierung einer Bank könnte Ihnen in diesem Fall helfen. Doch das Kreditinstitut verlangt Sicherheiten. Die will ein Factoring-Institut nicht.

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Arbeitsentlastung:
Das Factoring-Institut verwaltet, wenn Sie das wünschen, Ihre kompletten Außenstände. Das heißt, Rechnungen und Mahnungen schreiben, Geldeingang überwachen. Sie können also das komplette Debitorenmanagement auslagern. Das spart Zeit, Mühe und Kosten.

Factoring – das sind die Nachteile

Kosten:
Aus reiner Menschenfreundlichkeit übernimmt kein Factoring-Institut die Außenstände. Für seine Dienste verlangt der Factor ein umsatzabhängiges Entgelt, das zwischen 0,6 und 2,5 Prozent vom angekauften Forderungsbestand liegt und vom geschätzten Risiko und Arbeitsaufwand abhängt. Hinzu kommt in den meisten Fällen eine Pauschale für eine eventuelle Bonitätsprüfung Ihrer Kunden. Außerdem fallen für die bereitgestellte Liquidität Zinsen an, ähnlich viel wie bei einem Kredit von der Bank. Die allerdings würde zusätzliche Sicherheiten verlangen.

Beschränkung:
Factoring ist nicht für alle Industriezweige geeignet. Vor allem die verarbeitende Industrie und der entsprechende Großhandel kann mit diesem Instrument seine Außenstände absichern. Schwierig wird es bei Dienstleistungen. Diese Außenstände übernimmt ein Factor nur, wenn sich diese genau definieren lassen. Das heißt, Projektaufträge wie Bauten bei Ingenieuren und Architekten lassen sich nicht mit Factoring absichern. Ebenso wenig sichert ein Factoring-Institut Forderungen gegen Privatkunden ab. Einzelhändler können daher nicht auf dieses Finanzierungsinstrument zurückgreifen.

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