Kfz-Versicherung Warum sich ein genauer Blick auf die Rückstufungstabellen lohnt

Nach einem Unfall fürchten viele Autofahrer eine Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse.

Nach einem Unfall fürchten viele Autofahrer eine Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse. © smspsy / Fotolia.com

Wer die Kfz-Versicherung kündigen und wechseln will, sollte sich die Rückstufungstabellen der Versicherungstarife genauer anschauen. Denn hier gibt es große Unterschiede, die Sie bei einem Unfall viel Geld kosten können.

Nach einem Unfall fürchten sich viele Autofahrer vor einer Rückstufung bei der Kfz-Versicherung. Denn das kann teuer werden. Wie viel Unfallverursacher am Ende mehr zahlen müssen, hängt allerdings stark vom Versicherer ab, denn nicht alle stufen einen gleich weit zurück. Das zeigt ein Vergleich der Zeitschrift „Finanztest“ (11/2016) unter 159 Tarifen von 72 Anbietern. Während manche Policen nur zwei Freiheitsklassen zurückstuften, ging es bei anderen um zehn Stufen nach unten. Einige Anbieter stufen außerdem in den günstigeren Basis-Tarifen stärker zurück als in Komfort- oder Premiumtarifen.

Warum ein Blick in die Rückstufungstabellen wichtig ist

Die Experten raten deshalb, bei der Wahl der Kfz-Versicherung auch einen Blick auf die Rückstufungstabellen der Anbieter zu werfen. Denn eine starke Rückstufung kann sehr teuer werden: Der Jahresbeitrag steigt und es dauert umso länger, bis Autofahrer zurück in günstigere Schadenfreiheitsklassen kommen. Das kann über die Jahre Tausende Euro mehr kosten.

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Wie kann man sich vor einer Rückstufung schützen?

Wer sich dagegen absichern will, kann einen Rabattschutz abschließen. Der kostet allerdings laut Finanztest 20 bis 25 Prozent Aufschlag zum jährlichen Police-Beitrag.

Wann es sich lohnt, einen Schaden zurückzukaufen

Bei kleineren Schäden kann es sich stattdessen lohnen, den Schaden zurückzukaufen. Das geht auch noch, nachdem die Versicherung einen Schaden reguliert hat. Die Frist, um die Kosten selbst zu übernehmen, beträgt den Angaben nach meist ein halbes Jahr.

Wie viel Sie mit Werkstatttarifen sparen können

Sparpotenzial bergen laut den Experten außerdem Werkstatttarife. Bei denen müssen Autofahrer bei Kaskoschäden Werkstätten nutzen, die mit der Versicherung kooperieren. Dafür seien diese Tarife häufig um rund 20 Prozent günstiger.

Bis wann muss man die Kfz-Versicherung kündigen?

Wer seinen Tarif wechseln will, für den ist am 30. November Stichtag: Spätestens dann müssen die Versicherungen, die in der Regel zum Jahreswechsel enden, gekündigt sein. Unter Umständen kann es sich auch lohnen, dem aktuellen Versicherer das Kündigungsansinnen am Telefon mitzuteilen. Manchmal dreht der Anbieter die Preisschraube dann nach unten und bietet Vergünstigungen oder Rabatte.

Was der Test auch zeigt: Vergleichen lohnt sich generell. Ein 40-jähriger Angestellter mit Schadenfreiheitsklasse 15 aus Düsseldorf zahlte beispielsweise für die Vollkasko im günstigsten Tarif 460 Euro – im teuersten wurden 1140 Euro fällig.

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