Die offenen Immobilienfonds befinden sich seit Mai in einer Schockstarre. Da nämlich veröffentlichte das Haus von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) seinen ersten Gesetzentwurf zur Reform der Branche. Viele Investoren reagierten verschreckt auf die Pläne, die unter anderem eine zweijährige Mindesthaltedauer und eine Kündigungsfrist von bis zu zwei Jahren vorsahen. Insgesamt 1,4 Milliarden Euro zogen Anleger allein im Mai ab.
Drei Fonds mussten schließen. Und auch bei den geöffneten Produkten läuft der Absatz seitdem schleppend, denn die Unsicherheit über die künftige Struktur der Produkte lähmt das Neugeschäft. Nun aber sickern erste Details zum überarbeiteten Regulierungsentwurf durch, die erkennen lassen, dass es die Branche nicht so hart treffen wird wie befürchtet. Das gilt zumindest für all jene Anbieter mit einem hohen Anteil von Privatinvestoren. Wir geben einen Überblick.
Auslöser der Reform |
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Massenflucht |
Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise im Oktober 2008 zogen Anleger rund 5 Milliarden Euro aus den offenen Immobilienfonds ab. Zwölf Fonds mussten gar dichtmachen. Es traf vor allem die Produkte mit einem hohen Anteil institutioneller Investoren, die schnell erhebliche Beträge abrufen. Um spekulative Anleger fernzuhalten und Fondsschließungen zu vermeiden, will die Regierung die Produkte strenger regulieren. |
Quelle: ftd.de
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