Der Versicherungskonzern HDI-Gerling hat gemeinsam mit impulse rund 800 Firmeninhaber und leitende Angestellte zur betrieblichen Altersvorsorge (bAV) befragt. Die Erhebung offenbart die Vorzüge der Rente vom Chef: ein besseres Betriebsklima, höhere Motivation und die Bindung guter Leute an das Haus.
Die Befragten gaben zudem zu Protokoll, dass sie der Belegschaft trotz Krise zur Zeit eher mehr als weniger Altersbezüge anbieten. "In der Vergangenheit wurden Betriebsrenten noch nicht so stark als Instrument der Mitarbeitergewinnung und -bindung gesehen", berichtet Siegfried Hischke, Leiter des Produktmanagements für Unternehmer bei HDI-Gerling. Diese Einstellung habe sich "offenbar komplett geändert". Viele Firmen gehen sogar über die gesetzlichen Vorgaben hinaus. Hischke konstatiert einen "Trend zur Mischfinanzierung", bei der die Angestellten noch einen Firmenzuschuss bekommen, wenn sie selbst sparen.
Ein anderer Befund der Studie gibt jedoch zu denken: Nach wie vor sind viele Chefs überfordert mit dem komplexen Regelwerk, das der Gesetzgeber vor fast acht Jahren installiert hat. Zu wenig bekannt, zu kompliziert, zu viel Aufwand - das attestiert ein großer Teil der Befragten dem Betriebsrentenwerk.
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Besonders gravierend ist die Unkenntnis bei Neuregelungen der bAV. Rund die Hälfte der Befragten weiß weder, welche Konsequenzen das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) auf die Betriebsrenten hat, noch, wie sich das Gesetz zur sozialrechtlichen Absicherung flexibler Arbeitszeitregelungen (Flexi II) auswirkt.
Genauso unbekannt: der neu geregelte Versorgungsausgleich bei Geschiedenen oder die Folgen der Rente mit 67. Und selbst die Befragten, die über die Änderungen Bescheid wissen, sind bisher überwiegend noch nicht aktiv geworden.
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