Bei einer Beteiligungsfinanzierung erwirbt der Investor, meist eine Beteiligungsgesellschaft, Anteile an dem Unternehmen. Ziel ist es, die Eigenkapitalbasis der Firma durch externe Kapitalgeber zu stärken. Solche Beteiligungen werden vor allem für langfristige Investitionen eingesetzt. Neben der reinen Finanzierung beraten die Experten der Beteiligungsgesellschaft häufig auch die Geschäftsführung. Die Dauer der Beteiligung ist von vornherein begrenzt.
Nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVG) investieren Beteiligungsgeber unter anderem in:
Existenzgründungen
die Finanzierung von Betriebsübernahmen
Investitionen in die Erweiterung von Produktionskapazitäten und die Erschließung neuer Märkte
die Umsetzung innovativer Ideen in verwertbare Produkte und Dienstleistungen.
"Allerdings müssen die Unternehmer bereit sein, sich für externe Investoren zu öffnen, die sich unter Umständen auch in die Geschäftsführung einmischen", beschreibt Jan Offerhaus vom Münchner Büro der Unternehmensberatung HHMC das Problem für viele mittelständische Unternehmenschefs. Dabei hat eine Beteiligung, neben mehr Eigenkapital und Unabhängigkeit von Bankkrediten noch weitere Vorteile. Beteiligungsgesellschaften prüfen sehr genau, mit wem sie sich einlassen. Das Unternehmen und die Erfolgschancen werden auf Herz und Nieren geprüft. Für Firmenchefs wird so eine Beteiligung einer renommierten Gesellschaft zu einer Blanko-Empfehlung.
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