18.09.2007

Betriebliche Altersvorsorge: Der richtige Mix

Betriebsrentenbeiträge bleiben steuer- und sozialabgabenfrei und damit die attraktivste Form der Altersvorsorge. impulse zeigt, für wen welche Variante lohnt.

Klaus Peters, Chef der Mannheimer Lucebit GmbH, die Flughafenbeleuchtungsanlagen produziert, hat seine Firma zur Rentenkasse umfunktioniert. Seine 35 Beschäftigten und er werden später über den Betrieb ihre Altersversorgung beziehen. Für sich selbst hat Peters in der Firmenbilanz eine Direktzusage eingestellt. Seinen Mitarbeitern bietet er eine Pensionskasse an. In diese können sie Teile ihres Lohns einzahlen. Brutto versteht sich, das spart beiden Seiten Steuern und Sozialabgaben. Der Chef sorgt bei der Betriebsrente für den finanziellen Grundstock: "Für mich gehört es zur Firmenkultur, den Mitarbeitern beim Aufbau ihrer Altersvorsorge zu helfen."

Die Pensionskasse, die Firmenchef Peters einrichtete, ist einer von vier Wegen zur betrieblichen Altersvorsorge (BAV). Einen davon müssen Arbeitgeber ihren Mitarbeitern seit 2002 anbieten (siehe Seiten 132/133). Alle vier Varianten werden vom Staat besonders gefördert. Da die Beiträge weder mit Steuern noch mit Sozialabgaben belastet sind, haben sie sich zum attraktivsten Weg der Altersversorgung gemausert.

Neben der Pensionskasse stehen mit Direktversicherung, Unterstützungskasse und Pensionsfonds drei weitere Wege zur BAV offen, um ein Zusatzpolster für den Ruhestand aufzubauen. impulse hat Vor- und Nachteile aller Varianten verglichen - und zeigt, wie man sie mit anderen staat­lichen Förderarten, Riester- und Rürup-Rente, sowie mit Vermögenswirksamen Leistungen kombiniert. Eines macht alle Firmenrenten gleichermaßen lukrativ: Der Staat verzichtet bei Sparraten von bis zu 210 Euro pro Monat auf Steuern und Sozialabgaben, weitere 150 Euro können Beschäftigte steuerfrei zurück­legen. 2006 lockte das 1,1 Millionen Mitarbeiter, neue BAV-Verträge abzuschließen. Seit klar ist, dass die Bundesregierung die Sozialabgabenfreiheit 2008 doch nicht streichen will, rechnen Experten fest damit, dass der Trend anhält.

Versicherer hoffen, dass nun noch mehr mittelständische Unternehmen aufspringen."Die BAV ist bei Weitem weniger kompliziert als ihr Ruf", sagt BAV-Experte Markus Arnold von der Allianz. Zögerlichen Mittelständlern rät der Fachmann dringend zum Umdenken: Schließlich ist der Staat bei Betriebsrenten so spendabel wie nirgends sonst.

© 2007 impulse.de

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