Mit der Neufassung des "Risikogerechten Zinssystems" (RGZS) zum 1. Dezember letzten Jahres sind KfW-Kredite aus den Konjunkturpakten I und II für Unternehmen nicht nur teurer geworden, manchen Firmen bleiben sie nun sogar total verwehrt. So wird ein Unternehmen mit einer Ausfallwahrscheinlichkeit von etwa zwei Prozent in die Bonitätsklasse 4 statt 3 wie zuvor eingestuft. Damit bekommt die Firma einen neuen Kredit zu einem zwischen 0,6 bis einen Prozentpunkt höheren Zinssatz als zuvor.
"Begünstigte der neuen KfW-Preispolitik sind die Hausbanken, die nun teils sehr viel höhere Margen für die Vermittlung der Kredite kassieren", sagte Wolfram Müller, Vorsitzender der Vereinigung beratender Betriebs- und Volkswirte (VBV). Hinzu kommt, dass Unternehmen je nach Besicherungsmöglichkeiten überhaupt keine Fördermittel mehr bekommen. Damit erweist sich das RGZS zum Hemmnis bei der Vergabe der 40 Milliarden Euro aus den Konjunkturpaketen. Bis zum 8. Februar hatte die KfW davon erst gut zehn Milliarden Euro an Krediten und Bürgschaften ausgereicht.
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