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03.08.2010

Buchwert-Schnäppchen: Die günstigsten deutschen Aktien

Von: Christian Scheid

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Welcher Anleger träumt nicht davon, am Tiefpunkt einzusteigen? Börsianer, die nach der Buchwertmethode vorgehen, haben gute Chancen. Etliche Papiere notieren derzeit mit einem deutlichen Abschlag zu ihrem Buchwert. Wir stellen die sieben aussichtsreichsten Aktien vor.

Für Privatanleger gehört die Buchwert-Methode zu den einfachsten Spielarten der Fundamentalanalyse. Um den Buchwert zu ermitteln, genügt ein Blick auf das Eigenkapital einer Gesellschaft, das auf der Passivseite der Bilanz zu finden ist. Das Eigenkapital gibt Aufschluss darüber, welche Substanz beziehungsweise welches Vermögen im Unternehmen steckt. Ist die Marktkapitalisierung des Index kleiner als der Buchwert bzw. das Eigenkapital, deutet das auf eine Unterbewertung hin, da die Unternehmen an der Börse mit einem Abschlag zum Vermögenswert gehandelt werden. Mit anderen Worten: Zerstückelt und in Einzelteilen verkauft würde die Gesellschaft mehr Geld einbringen, als aktuell an der Börse für den Gesamtkonzern bezahlt wird.

Um zu ermitteln, welche Aktien derzeit unter Buchwert notieren, haben wir die Datenbank Deutsche Aktien, die rund 600 Werte umfasst, durchforstet. Aus der Division des Eigenkapitals durch die Anzahl der Anteilscheine, die eine Gesellschaft ausgegeben hat, resultiert der Buchwert je Aktie. In Relation zum Aktienkurs ergibt sich das KBV. Ergebnis: Derzeit notieren 167 Gesellschaften mit einem KBV kleiner als eins. Das bedeutet: Trotz der Rally seit März 2009 gibt es noch immer zahlreiche unentdeckte Perlen am deutschen Aktienmarkt, bei denen sich der Einstieg lohnen dürfte.

Freilich sollte ein niedriges KBV niemals das alleinige Investitionskriterium sein. Daher haben wir bei der Ermittlung der günstigsten deutschen Aktien weitere Bedingungen gestellt, unter anderem einen Mindestbörsenwert von 50 Millionen Euro. Denn es gibt einige Micro Caps mit wenigen Millionen Euro Marktkapitalisierung, die kaum noch Umsatz machen, deren Geschäftsmodelle also quasi gescheitert sind. Die Chance, dass diese Aktien den Abschlag zum Buchwert aufholen, ist gering – zumal solch kleine Unternehmen auf den Radarschirmen institutioneller Investoren kaum auftauchen. Nach diesem Filter bleiben noch 74 Aktien übrig. Kaufenswert sind davon diejenigen Titel, bei denen das fundamentale Gesamtbild stimmt. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis gehört sicherlich genauso dazu wie die Dividendenrendite. Auf dieser Basis stellen wir Ihnen auf den folgenden Seiten die aus unserer Sicht sieben aussichtsreichsten Buchwert-Schnäppchen vor.

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