Ein groß angelegter Datendiebstahl hat Ende Januar die amtlichen Register für den Emissionshandel in halb Europa lahmgelegt. Auch deutsche Firmen waren betroffen. Die kriminellen Datendiebe klauten Verschmutzungsrechte und verkauften sie. Diese sogenannte Phising-Attacke könnte das Aus für das komplette Handelssystem bedeuten. IETA-Präsident Derwent glaubt, dass dieser Vorfall den Kritikern, die das System des EU-Emissionshandel juristisch zu Fall bringen wollen, die nötige Munition liefere.
Gegenüber impulse fordert Derwent deshalb auch ein schnelles Eingreifen: "Grundlegende Sicherheitsvorkehrungen, Identitätskontrollen und eine aktive Regulierung, die in anderen Märkten üblich sind zur Verhinderung von Kriminalität, könnten die Probleme auf einen Schlag lösen." Die für die Abwicklung des Emissionshandels zuständige Deutsche Emissionshandelsstelle in Berlin lehnt jede Verantwortung für den Schaden durch die Internet-Attacke ab. Schließlich könnten die rund 2000 deutschen Teilnehmer am Rechtehandel selbst für mehr Sicherheit sorgen.
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