Nach dem Zuschlag durch das Bundesarbeitsministerium zum Ausbau des sogenannten Mikrokreditgeschäfts werde nun mit der Vergabe der durch den Fonds abgesicherten Kredite begonnen, kündigte der Vorstandssprecher der damit beauftragten Bochumer GLS-Bank, Thomas Jorberg, am Mittwoch an. Das bundesweite Beratungsnetz von derzeit 15 Mikrokreditinstituten werde dazu weiter ausgebaut.
Der Mikrokreditfonds Deutschland hat ein Volumen von insgesamt 100 Millionen Euro, knapp 60 Millionen Euro stammen aus dem Europäischen Sozialfonds, etwas mehr als 40 Millionen Euro kommen aus dem Haushalt des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, teilte das Ministerium am Mittwoch in Berlin mit. "In der aktuellen Krise halten sich die Banken auch mit niedrigen Krediten für Kleinunternehmen und Selbstständige zurück. Nicht selten fehlen gerade jungen, innovativen Betrieben die geforderten Sicherheiten", sagte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) laut einer Mitteilung.
Mit Hilfe des Fonds, der als Treuhandvermögen von der Bank verwaltet werde, werde die GLS gegen Ausfälle bei den vergebenen Krediten an Kleinstunternehmen abgesichert, sagte Jorberg. Nach Prüfung des vorgelegten Geschäftsmodells erfolge die Vergabe der Kredite durch die GLS in Zusammenarbeit mit den regionalen Mikrokreditinstituten. Der Zinssatz für die vergebenen Kredite liege dabei derzeit bei 7,5 Prozent. Die Kreditsumme liege dabei im Durchschnitt zwischen 7000 und 10 000 Euro, sagte Jorberg. Eine Untergrenze gibt es nicht. Die Laufzeit liegt bei bis zu drei Jahren.
Weitere Informationen unter: (www.mikrokreditfonds.de)
Quelle: dpa
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