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25.06.2010

Fördergelder: Energiesparern läuft die Zeit davon

Von: Ina Linden
Mit einer Wärmebildkamera aufgenommene Thermographie eines Fachwerkhauses
Zoom Mit einer Wärmebildkamera aufgenommene Thermographie eines Fachwerkhauses
© AP/FLIR Systems
Die besten Zeiten, sich preiswert gut gedämmte Fenster anzuschaffen oder die stromfressende Nachtspeicherheizung loszuwerden, neigen sich dem Ende zu. Die staatliche Förderbank KfW verschärft zum 1. Juli ihre Förderstandards für das klimafreundliche Sanieren und Bauen.

Außerdem hat die Bundesregierung angekündigt, im kommenden Jahr bei den Subventionen für ökologisches Wohnen den Rotstift anzusetzen: Die Zuschüsse für das bei Bauherren und Wohnungseigentümern beliebte Programm sollen 2011 halbiert werden.

Bauherren müssen künftig auf die weniger klimafreundlichen Förderstufen KfW-130 für Sanierungen und KfW-85 für neue Häuser verzichten. "Wer die Förderung in Anspruch nehmen will, muss noch mehr Energie einsparen", sagt ein Sprecher der Förderbank.

Die KfW passt mit den Änderungen ihre Programme an die Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 an. Neubauten müssen künftig 30 Prozent weniger Energie verbrauchen als bislang zulässig. Ein Standardeinfamilienhaus darf statt 100 dann lediglich 70 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr verbrauchen. "Das entspricht einem Bedarf von ungefähr sieben Litern Heizöl pro Quadratmeter und Jahr", sagt Mike Verhoeven, Energieexperte der Prüfgesellschaft Dekra Real Estate. Auch für Sanierungen wie gut isolierende Fenster gilt das Energiesparziel von 30 Prozent.

Wegen der Rezession hatte die KfW mit den schärferen Förderstandards gewartet - obwohl das neue Gesetz bereits seit Oktober 2009 gilt. Allein im ersten Quartal dieses Jahres unterstützte die Bank daraufhin knapp 370.000 Bauherren. Im gesamten Vorjahr waren es nicht mal doppelt so viele gewesen.

Die KfW rechnet trotz der Verschärfung mit großer Nachfrage. "Das, was bei der Energieeffizienz vor drei Jahren noch neu war, ist heute Standard", sagt der KfW-Sprecher. Fenster, Heizungsanlagen und Baumaterialien seien bereits klimaschonend. "Die technischen Standards zum Bau eines Passivhauses werden zukünftig ein Maß erreichen, das für viele erschwinglich wird", sagt Dekra-Experte Verhoeven.

Interessierte beantragen die Kredite über ihre Hausbank. Um die Förderung zu bekommen, müssen Neubauten zumindest den Standard eines KfW-Effizienzhauses 70 oder 55 erfüllen, das heißt, dass der Verbrauch nur bei 70 oder 55 Prozent der gesetzlichen Grenzwerte liegt. Je besser die Energiebilanz ist, desto günstiger sind die Kredite. Die neue Variante KfW-40 lohnt sich am meisten, die Eingangsförderung KfW-85 fällt weg. Ab 1. Juli können Bauherren zusätzlich auch Tilgungszuschüsse beantragen, die bis zu zehn Prozent der Darlehenssumme ausmachen.

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Quelle: impulse.de
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