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03.09.2010

Kfz-Geschäft: Allianz hofft auf neue VW-Kooperation

Von: Herbert Fromme
Alianz
Zoom Alianz
© dpa
Die Allianz steht kurz vor Abschluss eines neuen Kooperationsvertrags mit dem Volkswagen-Konzern. Eine Absichtserklärung ist bereits unterschrieben

Der Versicherer Allianz gibt beim Vertrieb über Autohersteller Gas. In den kommenden drei bis fünf Jahren will der Konzern die weltweiten Prämieneinnahmen in diesem Segment von heute 1,5 Mrd. Euro auf 2 Mrd. Euro steigern. Das kündigte Karsten Crede an, Vorstandsmitglied der Allianz Versicherung und weltweit verantwortlich für den Vertrieb über Autokonzerne. "Wir werden intensiv aufrüsten, um mehr Vertriebskraft in den Autohäusern zu entwickeln."

Crede, bis 2009 bei VW für die Versicherung zuständig, wird jetzt 20 weitere Spezialisten für den neu geschaffenen Bereich Automotive einstellen. Sein Investitionsbudget übersteigt 20 Mio. Euro.

Die Allianz plant, das Geschäftsfeld international auszubauen und will die Autohersteller in ihren Zukunftsmärkten China, Indien, Brasilien und Russland begleiten. Aber auch in Deutschland und Australien, mit 610 Mio. Euro und 450 Mio. Euro bislang die wichtigsten Länder für das Segment Automotive, will Crede zulegen.

In Deutschland verkauften die meisten Hersteller und Importeure nur an drei bis acht Prozent der Neuwagenkäufer eine Versicherungspolice, sagte er. Bei VW seien es 30 Prozent. "Wer bei 30 Prozent steht, kann auch 50 Prozent erreichen.". Bei anderen Herstellern sei eine Verdoppelung und Verdreifachung möglich.

Crede will die Allianz als weißen Ritter für Autohersteller positionieren, deren Vertragswerkstätten von großen Allianz-Konkurrenten angegriffen werden. Unter Führung der HUK-Coburg hat eine Reihe von Anbietern ein Werkstattnetz aufgebaut, das den Versicherern niedrigere Stundensätze und damit einen reduzierten Schadenaufwand garantiert. Die Kunden erhalten im Gegenzug einen Preisnachlass, die Werkstätten Auslastung.

Das Modell bedroht die Position der Hersteller bei Reparaturen und der übrigen Kundenbetreuung nach dem Verkauf. Die Allianz bietet sich als Helfer an - Wagen, die über den Autohändler bei ihr versichert sind, werden immer in die Vertragswerkstatt gelenkt.

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