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22.10.2010

Riester-Banksparpläne: Kleine Institute gewinnen Vergleich

Von: Anne-Kathrin Keller

Zoom 
© dpa
Ihre Zinsen sind derzeit mickrig. Allerdings bieten Riester-Banksparpläne laut Stiftung Warentest die „flexibelste und am leichtesten zu verstehende“ Form der Altersvorsorge. Die Verbraucherschützer haben 65 Angebote verglichen.

Wer fürs Alter vorsorgen will, kann mit Riester-Banksparplänen nichts falsch machen. So urteilt Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Finanztest. Unter allen Riester-Angeboten seien Banksparpläne am flexibelsten, am leichtesten zu verstehen und zudem kostengünstig.

Grundsätzlich gilt: Der Kunde zahlt in einen Sparplan ein. Wenn diese Einzahlung vier Prozent, höchstens jedoch 2100 Euro seines Vorjahreseinkommens beträgt, bekommt er die maximalen staatlichen Zulagen, die Grundzulage von 154 Euro und für jedes Kind weitere 185 Euro pro Jahr. Ist ein Kind ab Anfang 2008 geboren, sind es sogar 300 Euro. Bei geringeren Einzahlungen sind die Zulagen entsprechend kleiner. Zu Rentenbeginn fließt das angesparte Kapital in einen Bankauszahlungsplan, der Rest ab dem 85. Lebensjahr in eine Rentenversicherung. Darüber hinaus kann sich der Sparer bis zu 30 Prozent des Sparvermögens zu Rentenbeginn auszahlen lassen.

Angebote im Vergleich

Finanztest hat die Ertragsunterschiede für 65 verschiedene Riester-Banksparpläne berechnet. Die Untersuchung ergab: Ein Riester-Banksparplan ist grundsätzlich ertragreicher als eine ungeförderte Altersvorsorge. Dennoch gebe es erhebliche Unterschiede zwischen den Konditionen der einzelnen Angebote.

Zwar ist das Prinzip des Banksparplans einfach, dennoch sind die einzelnen Angebote für den Kunden oft schwer vergleichbar. Denn genauso wie bei anderen Riester-Offerten ist die Verzinsung auch bei Banksparplänen nicht garantiert, da der entsprechende Zins von der allgemeinen Zinsentwicklung abhängt. Es gibt kein Angebot mit festgelegtem Zinssatz. Eine definitive Aussage über die zu erwartende Rendite bekommt der Kunde also nicht.

Um die verschiedenen Angebote dennoch vergleichbar zu machen und ungefähre Voraussagen über Renditeerwartungen zu treffen, hat Finanztest einen Mustervertrag konstruiert. Bei diesem Vertrag würde die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen ohne Abzug von Kosten an den Sparer weitergereicht werden. Die Bank würde bei einem solchen Vertrag nichts verdienen. Für die getesteten Angebote gilt: je kleiner der Renditeabstand der geprüften Banksparpläne zum Mustervertrag, desto besser wurde das Angebot von Finanztest beurteilt. Staatliche Zulagen wurden in der Berechnung nicht berücksichtigt.

Diesen Kriterien folgend, so lautet das Finanztest-Urteil, bieten die Landsparkasse Schenefeld, die Sparkasse Detmold und die Volksbank Gronau-Ahaus ihren Kunden die besten Angebote. Entscheidend ist bei der Angebotswahl das Lebensalter des Kunden, denn die Rendite kann sich bei den einzelnen Banken deutlich zwischen einzelnen Laufzeiten unterscheiden. So ist die Landessparkasse Schenefeld für Kunden, die planen in 15 Jahren in Rente zu gehen, von allen Angeboten am attraktivsten. Die Sparkasse Detmold mit ihren Sparplänen für junge Menschen, die eine Laufzeit von 35 Jahren eingehen wollen, aber deutlich lohnenswerter. Einzig die Angebote der Volksbank Gronau-Ahaus weisen einen einheitlichen Renditeabstand zu Finanztest-Mustervertrag für die verschiedenen Laufzeiten auf.

Die Angebote gelten bundesweit. Somit kann der Verbraucher problemlos in einer anderen Region einen Banksparplan abschließen.

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Quelle: capital.de
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