Wer mit Fonds riestert, will bis zur Rente möglichst stark von Aktiengewinnen profitieren, zugleich aber gegen Börsenverluste kurz vor dem Ruhestand gewappnet sein. Die Anbieter versuchen, dieses Problem mit verschiedenen Ansätzen zu lösen. Die Börsenturbulenzen in den vergangenen Jahren machten Anpassungen nötig.
So justiert derzeit die größte deutsche Investmentgesellschaft DWS ihre Riester-Angebote nach. Beim neueren Produkt, der DWS Riester-Rente Premium, startet die Deutsche-Bank-Tochter ab Mai einen sogenannten Ablaufstabilisator, wie der Branchendienst "Portfolio International" berichtet. Die Raten der Sparer fließen in einen Aktiendachfonds und mehrere Rentenfonds mit verschiedenen Laufzeiten.
Der Ablaufstabilisator sorgt dafür, dass das Geld frühestens zehn Jahre vor Renteneintritt automatisch nach und nach in weniger riskante Investments umschichtet wird.
Bislang können Anleger selbst entscheiden, wann ein einmal gesicherter Höchststand abgesichert wird. Doch diese Entscheidung wagen die wenigsten Kunden zu treffen, hat Frank Breiting, Leiter private Altersvorsorge bei der DWS, beobachtet. "Auch kein Berater traut sich das zu", sagt Breiting.
In Zukunft individuelle Mischung
Bei ihrem zweiten Riester-Produkt, der DWS Top-Rente, ändert die Gesellschaft die Berechnung für die Anlage einzelner Kunden: Bisher unterscheidet das Modell nur zwei Kundengruppen nach Alter. Nun soll die Mischung von Aktien- und Rentenfonds individuell eingestellt werden, wie es bei der Premium-Rente schon der Fall ist.
Die staatlich geförderte Riester-Rente wurde 2001 als Ergänzung zur gesetzlichen Altersvorsorge eingeführt. Seit vier Jahren finden Fondssparpläne hohen Zuspruch. Diese Variante lohnt sich vor allem für Jüngere: Sie können eine hohe Aktienquote wagen, weil sie Zeit haben, Verluste aufzuholen.
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