Das entspricht einem Plus von 0,4 Prozent. "Die EZB dürfte den recht deutlichen Anstieg als positives Zeichen ansehen", sagte Michael Schubert, Volkswirt bei der Commerzbank.
Trotz der Zuspitzung der Verschuldungskrise Anfang Mai setzt sich der Aufschwung bei der Kreditvergabe damit fort. Dabei war die Lage am Geldmarkt jüngst so ernst geworden, dass sich viele Banken kaum noch untereinander Geld leihen. Halten die Turbulenzen an, könnte sich in den kommenden Monaten die Refinanzierung vieler Banken noch schwieriger gestalten. Das wiederum könnte die Vergabe neuer Kredite erschweren.
Bisher zeichnet sich jedoch auch im Vorjahresvergleich eine Erholung ab. Die Darlehen fielen im Mai so langsam wie noch nie in diesem Jahr: um 2,1 Prozent nach 2,6 Prozent im April. Bei deutschen Banken sank die Rate von minus 3,1 auf minus 2,8 Prozent.
Spürbar erholte sich die Lage in Griechenland: Dort sank die Summe ausstehender Kredite nur noch um 0,8 Prozent. Im April hatte das Minus noch 4,9 Prozent betragen. Dafür verschärfte sich der Abwärtstrend in Irland: Die Kreditsumme schrumpfte um 7,4 Prozent nach 5,4 Prozent.
Die Privathaushalte im Euro-Raum bleiben von Schuldenkrise ebenfalls vorerst weitgehend verschont: Die Darlehen an Private nahmen im Mai um 0,2 Prozent zum Vormonat zu. Im April war die Summe um 16,3 Milliarden Euro oder 0,3 Prozent gestiegen. Die breit abgegrenzte Geldmenge M3 fiel wie im April um 0,2 Prozent zum Vorjahr. Das spricht weiterhin gegen akute Inflationsgefahren im Währungsgebiet.
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