Die Deutsche Bank springt mit einem Millionenfonds dem Mittelstand bei. Sie bleibt aber mit dem Volumen von 500 Millionen Euro hinter den von der Politik geschürten Erwartungen zurück. Das Geldhaus beteilige sich selbst mit 300 Millionen Euro und wolle weitere 200 Millionen Euro von Partnern einwerben, sagte Jürgen Fitschen, Deutschland-Chef des Instituts, am Dienstag.
Derzeit laufen Gespräche mit potenziellen Investoren, darunter auch andere Kreditinstitute. Der Autokonzern Daimler hatte am Montag einen möglichen Beitrag zu dem Fonds angedeutet. Autohersteller könnten ein Interesse daran haben, die kriselnde Zulieferindustrie mit den Geldern zu stützen.
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Die angepeilte Fondsgröße von 500 Millionen Euro dürfte viele Beobachter enttäuschen. Die Regierung hatte die Finanzwirtschaft aufgefordert, dem Mittelstand bei der Aufnahme von Kapital zu helfen und eine Kreditklemme im großen Stil abzuwenden. Berlin richtete darüber hinaus die Stelle eines Kreditmediators ein. Den Posten übernimmt der Chef der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz, Hans-Joachim Metternich, ab März.
Keine Teilnahme der Sparkassen
Das geringe Volumen ist nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass beispielsweise die Sparkassen eine Teilnahme abgeschlossen haben. Der Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes kündigte eine eigene Initiative an. Details dazu stehen noch nicht fest. Verbandspräsident Heinrich Haasis hatte von 5 bis 10 Milliarden Euro an überschüssigem Kapital gesprochen, das die Sparkassen für solch ein Fonds bereitstellen könnten.
Deutsche-Bank-Vorstandschef Josef Ackermann hatte den Mittelstandsfonds vor zwei Monaten angekündigt. Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Peter Keitel, hatte Mitte Januar kritisiert, der versprochene Fonds lasse auf sich warten. Deutsche-Bank-Vorstand Fitschen äußerte Unverständnis über die Kritik: Der BDI sei noch vor Weihnachten über die Eckdaten des Vorhabens informiert worden.
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