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15.01.2010

Probleme mit Zinsversprechen: Sanio ermahnt Lebensversicherer

Niedrige Zinsen bedeuten nicht das Aus für die klassische Lebensversicherung
Zoom Niedrige Zinsen bedeuten nicht das Aus für die klassische Lebensversicherung
© Getty Images
Wegen des aktuell geringen Zinsniveaus werden die deutschen Lebensversicherer ihren Kunden nicht mehr so hohe Renditen bieten können. Der Chef der Finanzaufsicht BaFin rechnet damit, dass die Überschussbeteiligungen weiter absinken.

Die Finanzaufsicht beurteilt die Zukunft der Lebensversicherung skeptisch. Die Unternehmen könnten ihren Kunden nicht mehr so hohe Renditen zusagen, sagte der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Jochen Sanio, beim Neujahrsempfang der Aufseher in Frankfurt. Ihr Geschäftsmodell basiere darauf, dass es immer Kapitalanlagen mit ausreichender Rendite gebe, um die Zinsversprechen erfüllen zu können. Daran seien "angesichts des gegenwärtigen Zinsniveaus Zweifel angebracht", mahnte er.

"Unmittelbar gefährdet ist aber noch kein Versicherer", betonte Sanio. Bei den meisten Unternehmen der Branche werde es reichen, die Überschussbeteiligung der Versicherten zu senken. Bereits im Dezember hatten viele Versicherer ihre Verzinsungen für 2010 um einige Zehntelpunkte gesenkt, allen voran der Marktführer Allianz Leben. "Diese Entwicklung wird sich fortsetzen; wir erwarten weitere Senkungen auch in diesem Jahr", sagte Sanio. Niedrige Zinsen bedeuteten nicht das Aus für die klassische Lebensversicherung. "Die Versicherer müssen aber intensiver als bisher planen, welche Garantien sie sich künftig leisten können und wie sich diese auf Dauer finanzieren lassen."

Quelle: ftd.de
© 2010 impulse.de

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